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Geschichte der Juden.
Diese Warnung schien ihm so wichtig, daß er noch einmal darauszurückkam und sie noch nachdrücklicher betonte. Durch Beispieleaus der Geschichte des israelitischen Volkes wollte er seine Zeit-genossen belehren, welche glückliche Folgen das Festhalten am Gesetzund an der Ordnung und welchen schlimmen Ausgang die Um-kehrung derselben sür die Vermessenen hat. Er führte zu diesem ^Zwecke die lange Reihe der geschichtlich berühmt gewordenen Persön-lichkeiten aus dem Alterthum vor und faßte kurz ihre Thaten oderUnthaten zusammen. Als Einleitung dazu entwarf Sirach ei»Naturgemülde, um darin Gottes Größe erkennen zu lassen. Und.derselbe Gott, der die Meerestiefe erforscht, erforsche auch das (Menschenherz. „Er verkündet das Vergangene und Zukünftige, keinGedanke entgeht ihm, verborgen ist vor ihm auch nicht ein Worth."In scharfen und kurzen Zügen zeichnete Sirach die Wunder derNatur, die Gluth der Sonne, den regelmäßigen und die Zeitenabtheilenden Wandel des Mondes, des Himmels Schönheit mit der!Gestirne Glanz, die Wolken, die wie Vögel fliegen, die Stimme jdes Donners, das sanfte Säuseln des Windes und das Aufbrausen ddes Sturmes, den Reif, der wie Salz gestreut ist, und die Kälte^„die das Wasser, wie mit einem Panzer bekleidet," den Thau vonuOstwind erfrischt und erfrischend, das Meer mit den darin empor-(ragenden Inseln und den Ungeheuern in seiner Tiefe:
verschoben in 33, 27). Diese Auseinandersetzung von dem Unterschied der Men->sschen bezüglich des heiligen Berufes gleich dem Unterschied der Zeiten hatte inseinen Augen Wichtigkeit. Und sic kann es nur gehabt haben, wenn man voraus-jsetzt, daß die Erblichkeit des Priesterthums damals streitig gemacht wurde.
h Sirach 42, 18—20. Es ist ein Jrrthnm in der Auffassung der letzt«!Kapitel Sirach, daß er C. 42, 15—43, 33 Preis des Herrn und 44—50 Preis ijder berühmten Männer des Volkes habe zeigen wollen. Beide Stücke bilden viel-mehr ein einheitliches Ganze, um die Thaten Gottes in der Natur und die in derGeschichte des Volkes Israel zu zeigen, daß sie aus ein und derselben Quellestammen. Der Schluß des ersten Stückes (43, 33j: 7r«^r« «
Xtti rav LÜwxc verbindet diesen mit dem darans-
folgenden, dem Im Grunde will diese Partie nicht die histo-
rischen Helden verherrlichen, sondern ihre Frömmigkeit und Tugenden als Musteraufstellcn; darum hebt er auch als Schattenseite die Lsus-bliaal in der Ge-schichte heraus, „die da waren, als wären sie nicht gewesen", (44, 8j. DesHauptinteresse hatte für ihn die retrospective Betrachtung der Geschichte: dieThaten Gottes in der Natur sollten als Einleitung dazu dienen.