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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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280 Geschichte der Juden.

davon getragen habe werden müssen^). Heliodor kehrte ohne denSchatz zum König zurück.

Simon ruhte aber nicht, um den von ihm unversöhnlich gehaßtenHohenpriester zu Falle zu bringen. Er klagte ihn an, daß er dieHebung des Tempelschatzes vereitelt habe. Er soll sogar Meuchel-mörder bestellt haben, Onias aus dem Wege zu räumen. Der Heer-führer Apollonios, der ihm Gehör schenkte, vermehrte durch seineParteinahme für die Hellenisten die Uebel, welche in Jerusalem inFolge der Spaltung herrschten. Onias sah daher ein, daß dieRuhe und der Friede in der judäischen Hauptstadt nur wiederhcr-,gestellt werden könnten, wenn er dem König Seleukos den Standder Parteiung anseinandersetzen, die Ungerechtigkeit seiner Feinde !aufdecken und von ihm Hilfe gegen sie erlangen könnte. Er ent-schloß sich daher, sich nach Antiochien zu begeben^, und bestimmteseinen Bruder Jesua, Jason genannt, als stellvertretenden Hohen-priester. Während seiner Abwesenheit begannen die Hellenisten nocheifriger Ränke zu schmieden, um ihn zu stürzen und die Hohenpriester-würde, die noch immer eine Macht war, an sich zu reißen. Ein. Hoherpriester aus ihrer Mitte wäre nicht blos Herr über den Tempel-schatz, sondern auch über die Gemüther des Volks; er könnte dieEinführung der von ihnen ersehnten Neuerungen griechischer Lebens-weise fördern und ihnen vermöge seines geistlichen Amtes Nachdruckgeben. Das Haus Zadok, aus welchem seit Salomo's Regierungbis zum Untergänge des Tempels, und seit der Rückkehr aus Baby-lonien mehr als dreihundert und fünfzig Jahre, die Hohenpriester,hervorgegangen waren, sollte beseitigt und eine andere priesterlicheFamilie mit dieser Würde bekleidet werden. Die Griechlinge warenso entartet, daß ihnen nichts mehr heilig war. Indessen so geheimsie auch Anfangs ihre Ränke gegen den abwesenden Onias gehaltenhaben mögen, verschwiegen blieben sie nicht und regten gewiß dieGemüther derer tief auf, denen die Umkehrung der alten Ordnungund die Gleichgiltigkeit gegen die alten Erinnerungen als eine argeFrevelthat erschien.

Ein Spruchdichter, der im tiefsten Inneren durch diese Vor-gänge betrübt war, versuchte diejenigen, welche er auf abschüssigerBahn wandeln sah, vor dem sichern Sturz in den Abgrund zu

Makkabb. II, 24 fg., IV. das. Hier sehr gekürzt.

2) Makkabb. II, 4, 16.