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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Heliodor's Versuch, den Tempel zu plündern. 279

Gelder, was nicht davon für die Hofhaltung gebraucht war, mußtennach Rom wandern. Die Aussicht auf Hebung des Tempelschatzeswar daher für Seleukos zu verlockend, als daß die von seinemVater gewährleistete Unverletzlichkeit des Heiligthums in ihm Be-denken hätten erregen sollen. So sandte denn der König seinenSchatzmeister Heliodor nach Jerusalem, um für den Fall, daß sichSimon's Angeberei bestätigen sollte, die Gelder, welche nicht zumTempel gehörten, zu confisciren. Wie vorauszusehen war, wider-setzte sich Onias diesem durchaus widerrechtlichen Ansinnen, dieGelder auszuliefern. Er betheuerte Heliodor gegenüber, daß ihrergar nicht so viel wären, als der boshafte Simon angegeben, daß.nur etwa vierhundert Talente Silbers und zweihundert Goldes inder Schatzhalle lägen, und daß der größte Theil derselben dasEigenthum von Wittwen und Waisen wäre und ein Theil Hyr-kanos angehörte, und es wäre himmelschreiend, diese der Heiligkeitund dem Schutze des Tempels anvertrauten Gelder zu entnehmen.Heliodor berief sich aber auf den königlichen Befehl, daß er das imTempel befindliche Gold und Silber confisciren müßte und schicktesich zum Eintritt in das Heiligthum an*). Groß war die Aufregungder ganzen Bevölkerung Jerusalems, daß ein Heide in das Inneredes Heiligthums dringen und Raub an demselben begehen sollte.Da ereignete sich etwas, das den Schatzmeister verhinderte, dieTempelschändung zu vollführen. Was vorgefallen ist, läßt sich nichtermitteln, die fromme Sage hat einen Wunderschleier darübergebreitet. Man erzählte sich, eine wunderbare Erscheinung, Engelaus anstürmendeu Rossen, hätten Heliodor in einen so plötzlichenSchrecken versetzt, daß er halbentseelt zu Boden gestürzt sei und

sondern Seleukos I. hat Spenden an den Tempel in Jerusalem gegeben,dielleicht zur Zeit als er noch Hoffnung hatte, Cölesyrien zu erhalten. DasII. Makkabb. 3, 3 hat offenbar denselben Sel. im Sinne gehabt.

h Makkabb. II, 3, 7 fg. Mak. IV, 4. Das Letztere läßt den Strategen?lpollonios selbst, dem Simon die Mittheilung vom Tempelschatze gemacht hat,»ach Jerusalem kommen. Wenn beide eine gemeinsame Quelle benutzt habeniolltcn lo. S. 276 N.), so ist es denkbar, daß der Verfasser des IV. Mak. oderder Prediger, der diesen geschichtlichen Vorgang eingeflochten hat, einen Inpsusllemoi'is.8 begangen hat, da ihm am Detail weniger gelegen war. Er läßt auchTimon mit Apollonias nach Jerusalem kommen, und noch dazu mit einemstarten Heere, was ebenfalls ungenau sein muß.