Babylonische Juden nach Galiläa und Kleinasien nerpflanzt. 271
Diese Städte können erst unter Antiochos dem Großen vonJudäern bevölkert worden sein, da dieser Landstrich erst durch seinenentscheidenden Sieg an der Jordanquelle ihm dauernd zugefallenIvar. Er hat überhaupt Judäcr aus Babylonien und der Euphrat-gegcnd in die westlichen Provinzen seines Reiches verpflanzt. Alsdie Bevölkerung von Lydien und Phrygien einen aufrührerischenGeist gegen feine Herrschaft kund gab, ließ er zwei Taufend jndäischeFamilien aus Mesopotamien und Babylonien in die Festungendieser kleinasiatischen Landstriche verpflanzen, damit sie, von derenAnhänglichkeit er überzeugt war, den Urbewohnern das Gleichgewichthalten sollten. Er räumte ihnen viele Freiheit ein, wies ihnenAecker und Weinberge an und sicherte ihnen Religionsfreiheit zu*).Diese zwei Tausend Familien waren wohl die ersten jndäifchenBewohner von Klcinasicn. Auch die in Galiläa angesiedelten Judäerstammten wahrscheinlich aus Babylonien. Denn, während die inJudäa sich stets der hebräischen Sprache bedienten, die nur einigearamäische Elemente enthielt, sprachen die galiläischen Juden nuraramäisch oder chaldäisch, also wohl die Sprache, welche sie ausihren frühem Wohnplätzen mitgebracht hatten. Selbst für dasHebräische gebrauchten sie eine andere, durch das Chaldäische ver-änderte Aussprache mit dunkeln Vokalen, ganz anders als dieJudäer im Süden. Da sie um drei Jahrhunderte später dieGegend von Babylonien verlassen hatten, so waren eben so wieihre Sprache, so auch ihre Anschauungen und Sitten verschieden«an den Südjudäern. — Auch jenseits des Jordans in GileadMaditis) und Basan (Batanäa) waren Judäer angesiedelt vom-üden, dem Lande der Ammoniter, bis zum Norden an der Grenze
ilrbatta ist ohne Parallele. Makkabb., 9, 2 wird von einem Zuge des Berechn-tes berichtet: xsic . . tH rht' kl- Statt
Galgala hat die syrische Bersion , also Galiläa, und statt Maisaloth habenEinige richtig emendirt X7-an-.-l>>4 (Hugo Grotins z. St.). Die L.-A. Än,s^-.«ist gesichert durch die Parallele bei Joscphus XII, 9, 1 und durch den Zusatz,dys dort Höhlen waren chergl. das. XIV, 15, 4). Man muß also auch Makkabb.ö, 23 lesen Ä,</dov statt nicht mit H. Grotins umgekehrt. Die
Gegend westlich vom Tiberiassee, wo die Stadt Arbela lag und die EbeneJcsreel hieß also damals Arbela. Vergl. Eusebius Onomastic. s. v. ^.rbola,dH es 9 röm. M. von Lcgio eine Stadt Arbela gegeben hat.
h Josephus Alterth. XII, 3, 4.
-! Makkabb. I, 5, 9 fg., 25 fg.