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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

von Hauran (Anranitis). Jenseits wie diesseits wurden sic eben-falls von den heidnischen Völkerschaften gehaßt').

Um sich mit ihnen in ein freundnachbarliches Verhältniß zusetzen, schien es kein anderes Mittel zu geben, als sich ihnen durchSprache, Sitten und Lebensgewohnheiten zu nähern, ganz besondersaber äußerlich als Griechen aufzutreten. Als solche glaubten sievon den griechisch-macedonischen Herren, Oberbefehlshabern undBeamten des Landes Schutz gegen Angriff zu finden und Achtungzu erringen. In Jerusalem sannen diejenigen, welche sich bereitsäußerlich hellenisirt hatten, darauf die judäische Jugend nach griechischemMuster zu erziehen, sie durch Wettkämpfe in Rennen und Ringenin abgeschlossenen Plätzen (Gymnasion, Ephebeion) abzuhärten undfür den Waffendienst tüchtig zu machen 2). Würden die judäischenJünglinge durch frühzeitige Uebung gewandt, anstellig und kriegs-fähig werden, dann könnten sie sich den Feinden rings umher gegen-überstellen, die auf den Judäern lastende Verachtung in Achtungverwandeln und den Haß entwaffnen. Auf den Uebungspllitzenmußten zwar Knaben und Jünglinge ganz nackt zum Wettkampfeerscheinen, so erforderte es die griechische Sitte; diese Sitte oderUnsitte gab so sehr Gelegenheit zu unnatürlichen Lastern, daß be-sonnene griechische Gesetzgeber Vorkehrungen dagegen trafen. Un-geachtet dessen waren die Bewunderer des Griechenthnms in undaußerhalb Jerusalems wie versessen darauf, Gelegenheit zu haben,Gymnasien für die judäische Jugend zu errichten und die schamloseUnsitte einzuführen. Diese Affen der griechischen Mode, judäischeGriechlinge oder Hellenisten, bildeten eine starke Partei imVolke, selbstverständlich aus Reichen und Vornehmen bestehend, und zuihnen gehörte auch ein Hoherpriestersohn Jesna, der sich Jasonnannte, und andere Ahroniden. Die noch lebenden Söhne desSteuerpächters Joseph und seine Enkel, die Tobiaden (Tobiassöhne)genannt, gesinnungslos wie sie waren, waren ihre ParteiführersDa das judäische Gesetz und die judäischen Sitten solchen Neue-rungen entgegen waren und besonders das Ablegen der Körper-Hülle gleich einer unzüchtigen Handlung ansahen, so kehrte sich derIngrimm der Griechlinge gegen das väterliche Gesetz und die alt-

p Das. 5, 1.

2) Das. 1, 15. II. Makkabb. 4, 9. Vergl. weiter unten.

->) Makkabb. II, 4, 8-9; Josephus Alterth. XII, 5, 1.