270
Geschichte der Juden.
taner, welche in Berührung mit der macedonischen Besatzung, diesie bereits unter Alexander erhalten hatten, sich hellenisirt hatten.Inmitten dieser feindlichen Völkerschaften, unter Philistern, Jdu-mäern und Macedoniern, wohnten Judäer in den Städten. InFolge des Wohlstandes, der seit der Zeit des Tobiassohnes in Judäaverbreitet war, hatten sich nämlich Judäer auch an solchen Plätzenniedergelassen, die für Geschäftsverbindungen günstig waren. Sowohnten Judäer in den Meeresstädten Joppe, Jamniah undAkko-PtolemaiZ2). In der fruchtbaren Hochebene zwischen demMittelmeer und dem Harfensee, welche in dieser Zeit Galiläasgenannt wurde, waren ebenfalls Judäer angesiedelt; diese stammtenaber nicht aus Judäa, sondern entweder unmittelbar aus babylonischenGemeinden oder aus Abkömmlingen solcher, welche die Seleucidennach Syrien verpflanzt hatten. Als alte Städte Galliäa's mit judäischerBevölkerung werden genannt Sepphoris (Zippori), Gischala Msch-chalab), Jotapata (Jodpat) und Gamala^) östlich vom Jordan.
Gesetz befreien wollte und ein Anderer sich dagegen erklärte: mum m- x:'.n 's"ml ", msb xnx (ntlimch Ntlbvs 'nn. Daraus ergiebt sich, daß dosidumäischc Gebiet im Süden Palästina's um Bct-Gnbrin ebenfalls Gabaleneund Scir genannt wurde. Entscheidend dafür, daß auch die südjudäischc GegendGabalene benannt wurde, ist auch die Angabe Hieronymus' (Commcilt. zuObadja I.) llodalono in üuibus lüloutboropoisos, uln anto imbitaveiuntHorrasi. Eleutheropolis d. h. Bct-Gabrin. Bct-Gabris lag in Südjudäa (vcrgl.Monatsschr., Jahrg. 1875 S. 61, flg. Jahrg. 1876 S. 10). Folglich heißt Süd-jndäa oder die Gegend von Eleutheropolis auch Gabalene.
-) Makkabb. II, 12, 3 fg.
2) Das. 4, 8 vergl. darüber Kapitel 9.
») Ueber die Benennung Galiläa s. II. S. 313.
4) Aus Makkabb. I, 5, 14 fg. geht hervor, daß zur Zeit der Makkabäer-kämpfc bereits Judäer in Ober- und Untcrgaliläa angesiedclt waren, da sie vonden Bewohnern von Thrns und von Ptolcmais mißhandelt wurden. Nun werdenin der Mischna (Draobin IX, 6) als alte feste Städte in Galiläa anfgezählt:nilrp zi: 'w "wlvw nirm« nsin nrvps ... 'nwin ''nn l'srii
nsnini wln bw ornpni bw Tie
Benennung sw . . gleich bw n->wvp (Sabbat 121 a) führt
darauf, daß der Platz, wo noch jetzt das Castell beim Dorfe Sifurijjeh steht, alsdas alte Sepphoris angesehen wurde, und eben so die Akra bei Gischala unddas alte Jotapata zum Unterschiede von einer neu angelegten Stadt Nen-Jota-pata. Der Name Jotapata scheint ans einem macedonischen Ursprung zn stammen,etwa von einem griechischen Namen es gab auch eine Stadt dieses
Namens in Cilicien und eine Insel im rothen Meere — Nach Makkabb.
das. V. 23 wohnten Judäer i-- Ein Territorium