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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Parteiung in Jerusalem.

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gelage. Es hat also nicht ganz und gar an einer warnenden Stimmegefehlt gegen die beginnende oder bereits eingerissene Sittenver-derbniß, von der auch die Töchter Jerusalems angefressen waren.Aber diese Stimme war wohl viel zu schwach, sie glich dem Nachti-gallengeflöte. Die Zeit brauchte die Löwenstimme der Propheten.Tenn die Zeit der Jsebel und Athalia, oder richtiger die Zeit desAchas und Manasse sollten sich wiederholen, allerdings in ganzanderer Gestaltung, aber mit derselben Absicht, die ureigene Lehre,das Judenthum, aus dem Herzen der Bekenner zu reißen und dafürfremden Tand und Unheiliges zu setzen. Die Gefahr war jetzt nochbedrohlicher, da die Entfremdung und der Berrath an der eigenenLache aus dem Hause des Hohenpriesters ausgingen.

Die innere Zerrüttung im Innern machte mit dem Tode Joseph'schm 208), des Enkels Simon's des Gerechten, Fortschritte, von äußerenpolitischen Vorgängen gefördert. Wahrscheinlich ging die Steuer-pacht und die damit verbundene Stellung auf seine Söhne über,und da der jüngste derselben, Hyrkanos, ganz allein dem ptolo-mäischen Hofe bekannt und beim König Philopator beliebt war, soerhielt er ohne Zweifel den Vorzug. Dadurch steigerte sich der Haßseiner Brüder nur noch mehr gegen ihn. Als Hyrkanos nach Jeru-salem kam, um die Verwaltung zu übernehmen, nahmen seine Brüdereine offene feindselige Haltung gegen ihn und warben um Anhänger,um ihn mit Waffengewalt zu bekämpfen und aus der Stadt zuverbannen. Indessen gewann auch er Parteigänger für sich, unddadurch brach die Zwietracht in Jerusalem aus, welche nahe daranimr, in einen Bürgerkrieg auszuarten oder vielleicht bereits Blut-vergießen herbeigeführt hatte. Ten Ausschlag gab der HohepriesterSimon II., Sohn jenes Onias II., welcher zur Machtstellung desTobiassohnes beigetragen hatte so. S. 243). Er nahm für die älternBrüder Partei, und dadurch wuchs ihr Anhang so sehr, daß Hyr-kanos sich nicht in Jerusalem behaupten konntest. Es läßt sichdenken, daß er in Folge seiner Verbannung nach Alexandrien eilte,um dort bei Hofe Klage gegen seine Brüder zu führen. Alleinhier fand er keine Hilfe, da gleich darauf sein Gönner Philopator

h Josephus Alterth. XII, 4, 11. Es geht aus dieser Stelle entschiedenhervor, daß Hyrkanos nach dem Tode des Vaters in Jerusalem anwesend war,und es läßt sich nur denken, daß er dahin wegen rr-.-ö--, zur Ueber-

nahme der Funktion seines Vaters, gekommen war. Vergl. o. S. 257 Anmerk. 1.