Beginn der (Grübelei in Judäa.
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verursacht hat. Auch ernste Männer begannen, unter dem Druckedes griechischen Einflusses an ihren überkommenen Ueberzeugungen zuzweifeln, ob das alles, was das Judenthum lehrt und vorschreibt,auch richtig und wahr sei, ob die Gottheit vom Menschen die Ent-sagung von Genüssen und Freuden verlange, und ob sie sich über-! Haupt um die große Welt des All und die kleine Welt des Menscheni kümmere. Epikur's Lehre, wofür dieser in der Zeit nach Alexanders in Athen eine philosophische Schule gegründet, welche die Schatten-i Hastigkeit der Götter behauptete und den Genuß empfahl, fand in; der entarteten griechisch-macedonischen Welt und besonders in dens Hähern Kreisen Alexandriens am meisten Anklang. Sie wurde hiers als eine Aufforderung an den Menschen ausgelegt, sich der Sinnen-i bist rückhaltslos hinzugeben. Von Alexandrien drang ihr verderblicher: Einfluß auch nach Jerusalems. Man fing auch hier an zu grübeln^ i und sich über die Lehre des Judenthums hinwegzusetzen.
- st Das. 3, 21—22 fg. Die VV. lXn-.rn'töreyt« sov ,uh ««« ro^vyöre^»«
MI- --ar-inw!', diese VV. können sich nur auf Philosophien beziehen. Darauft bezogen es auch die Talmudisten, oder genauer, R'Eleasar, der sie zu dem. , Zwecke citirt, um das Verbot zu belegen, das; man nicht grübeln soll über das,
: ' was vor der Weltschöpfung gewesen und was nach dem Untergänge der Welt
1 sein werde (llorus. (llmKiAA, II. p. 77a, Uabli 13a, Konows Uabba o. 8, p. 10a),
! s m Verletzten Stelle am treuesten wiedergegebcn: zL cwn 'L
vv'rrL rwr- rL pLL xi-LiLL L'pnL l-L pLL prnL i-L pLL
- - 7-rrw PL" "ch --px dxwn pLL. Auch Sirach das. V. 23 weist ans diesen
i ^ Grundgedanken, die Ausleger haben ihn aber, von der falschen L.-A. im gr.s i Text verleitet, mißverstanden: kl- rot!.' riöi- aoo Tregtk^i-
j - I-Üso-I. Aber das Pronomen non kann ja gar nicht richtig sein. Denn das Ver-bum bedeutet doch unstreitig, „sich müßiger, neugieriger,
^ unberechtigter Weise mit etwas beschäftigen, sich darum kümmern."s Das kann doch nicht von den eigenen Angelegenheiten gebraucht werden. Undj ! endlich, was soll denn Trojan« räi,- bedeuten? Fritzschc im Comment.
! ging darüber hinweg und übersetzte es irrthümlich: „Bei deinen vielen l?) Ge-schäften treibe nichts Ueberflüssiges." Die syrische Version giebt aber das Rich-tige: z: N7NL8 "PL i-LL PLLLL xi- ''NNNLN'I XLLWLP d. h. mit denübrigen Werken Gottes beschäftige dich nicht, kümmere dich nicht neugierigerWeise darum — nur über das denke nach, was dir gestattet und befohlen ist.s Das Verb. war im Original ohne Zweifel durch pOvm.n aus-
gedrückt. — Das Pron. <rc>ri im gricch. Texte ist entschieden falsche L.-A.; «ürnömuß wohl emendirt werden. Dazu kommt noch die Angabe in der Mischnal^niieär. I, 1): unter den Drei, die keinen Antheil an der zukünftigen Welt