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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Wohlstand in Judäa.

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Durch ihn und seine Verbindung mit dem Hofleben Philo-potor's trat eine durchgreifende Veränderung in der judäischen Be-völkerung zu Tage, wenn auch weniger merklich auf dem Lande,so doch auffallend in der Hauptstadt. Durch die großen Reich-thümer, die er durch den Zinspacht erworben, kam ein förmlicherGoldregen über das Land:er hat das Volk aus Armuth unddürftigen Verhältnissen zum Wohlstand erhoben^)." Zur Eintreibungder Steuern von so vielen Städten brauchte er zuverlässige Be-amte, und er wählte sie selbstverständlich lieber aus seinem Volke,weil er durch sie vor Betrügerei und Verrath geschützter war, alswenn er Fremde dazu verwendet hätte. Diese Beamten bereichertensich auf ihre Weise und trugen durch den Reichthum den Kopf höher.

Der über Nacht erworbene Reichthum, das Ansehen, das derTobiassohn am Hofe Philopator's genoß, die Kriegerschaar die ihmznr Verfügung stand, wodurch er die verschiedenen Völkerschaftenin Palästina, den Rest der Philister, Phönicier, Jdumäer undselbst die griechisch-macedonischen Colonisten in Furcht erhielt,gaben ihm und seinem Kreise ein gewisses Selbstgefühl und erhobenauch das Volk im Allgemeinen aus der gedrückten demüthigenHaltung den Nachbarn gegenüber. Der Gesichtskreis der Judäer,wenigstens derer in Jerusalem erweiterte sich durch die Berührungund den Verkehr mit Griechen, und sie sahen die Dinge und Lebens-lagen mit anderen Augen au, als früher aus ihrem engen Gehäuse.Sic unterlagen zunächst dem feinen Geschmack der Griechen. IhreWohnungen wurden schöner gebaut, und auch die Malerei kam beiihnen in Aufnahme2). Die in Alexandrien wohnenden Judäer, diebereits seit einem Jahrhundert in griechischer Umgebung weiltenund sich äußerlich hellenisirt hatten, wirkten auf die Judäer, welcheJoseph's Verkehr am Hofe mit ihnen in Verbindung brachte. Aberdie Sitteneinfalt litt durch diesen plötzlichen Umschwung eine un-erfreuliche Einbuße.

Ein Goldregen wirkt nicht befruchtend, sondern verwüstend undentsittlichend. Die reichen Emporkömmlinge verloren das Gleich-gewicht; das Schlimmste war noch nicht, daß sie den Mammonhochschätzten und Geldgeschäfte anderem Erwerb vorzogen, sondern

h Josephus Altcrthümer XII, 4, 10.

Sirach 38, 27. Der Vers ist lückenhaft und kann zum Theil aus demSyrischen ergänzt werden.