Joseph, Sohn Tobia's.
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Dadurch konnte der flüchtige Selenkos Kallinikos wieder in seinemLande festen Fuß fassen, und Ptolemäus Euergetes mußte mit ihmeinen zehnjährigen Frieden schließen (240). Cölesyrien mit Judäaverblieb bei Aegypten; aber der Seleucide wühlte und schürte indiesen Landcstheilen, um sie zum Abfall von Aegypten zu bewegen i).Auch Omas II., der Hohepriester und Vorsteher des Volkes Juda,scheint von Seleukos umworben worden zu sein, sich an ihn zuhalten. Darauf hin stellte er den Steuerbetrag von zwanzig Ta-lenten, welchen Judäa alljährlich an die Ptolemäer zu leisten pflegte,mit einemmale ein. Diese Zahlungseinstellung wurde selbstver-ständlich am ägyptischen Hofe übel bemerkt. Auf die Steuer, sogering auch die Summe war, wurde, als auf ein Zeichen derUnterthänigkeit, Werth gelegt. Nachdem Euergetes vergebens zurLeistung aufgefordert hatte, drohte er im Falle hartnäckiger Ver-weigerung, das judäische Land an fremde Colonisten zu vertheilen.Er schickte einen eigenen Gesandten nach Jerusalem, einen seinerGünstlinge Namens Athenion. Die Jerusalemer, welche Kundevon der Drohung erhielten, wurden darüber verzweifelt und drängtenLinas, seinen Widerstand aufzugeben; aber dieser blieb fest oderhalsstarrig 2 ). In dieser Peinlichen Lage trat ein Mann mit solcherEntschiedenheit und Festigkeit ans, daß es fast den Anschein hat,daß er die Verlegenheit heraufbeschworen habe, um Gelegenheit zufinden, sich in eine hohe Stellung hinaufzuschnellen. Dieser Mann,Namens Joseph, welcher für eine neue Strömung die Richtunganbahnte, war Vetter des Hohenpriesters Onias', Sohn jenesTobia, welcher die Tochter Simon's des Gerechten geheirathet hatte(o. S. 241). Von einnehmendem Wesen, gewandt, schlau, erfinderischand ohne Gewissensbedenken, wenn es galt einen Plan durchzusetzen,war der Tobiassohn zur Herrschaft geboren. Aber nach der her-
y Aus Daniel 11, 9 scheint hervorzugehen, daß Kallinikos — „der Königdes Nordens" — einen Einfall in Aegypten gemacht hat, der aber erfolg-los blieb.
y Josephus Alterth. XII, 4,1—2 stellt dies Verhältniß so dar, daß Onias»us Kurzsichtigkeit — — und Geldgier — —
die Steuer zurück gehalten habe. Allein er müßte geradezu stumpfsinnig gewesenM, zu glauben, der Ptolemäer werde ihm die Steuerverweigcrung Nachsehen.Ne ist nur aus der politischen Lage zu erklären. Onias muß auf den syri-ichm Hof gerechnet haben, daß ihm in der Bedrängniß von dort aus Beistandzulommen würde.
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