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Geschichte der Juden.
Mann aus priesterlichem Geschlechte, Namens Tobia, aus einemStädtchen Phichola verheirathet^). Der Sohn Namens Oniawar noch zu jung, um als Hoherpriester fungiren zu können, so vertratihn während seiner Unmündigkeit ein älterer Verwandter NamensManasse^j. Die Zeit des Hohcnpriesterthums dieses Onia's II.bildet einen Wendepunkt in dem Geschichtsverlauf des judäischmVolkes. Das Kriegsspiel, welches der zweite und dritte Sekunde,Antiochos I., Soter und Antiochos II. mit dem zweitenPtolemäer Philadelphus beinah vier Jahrzehnte mit einandertrieben, jene um Cölesyricn zu gewinnen und dieser um eszu behalten, dieses Spiel verwandelte sich in einen erbittertenKampf um Sein und Nichtsein, als ein tragischer Mord das kurzvorher geknüpfte Band des Friedens zerriß. Philadelphus hatteseine Schwester Berenike dem syrischen König Antiochos II., denmilesische Schmeichler Gott (Theos) nannten, zur Frau gegeben.„Und die Tochter des Königs des Südens kam zum König desNordens, um Frieden zu stiften b)." Die Bedingung aber war,daß der Gott-König seine erste Gemahlin Laodike verstoßen sollte,was ihm nicht schwer fiel. Aus Rache brachte die Verstoßene ihrenGatten Antiochos, die junge ptolemäische Gattin und deren jungenSohn um (Januar 246). Ihr Sohn Seleukos II. Kallinikos,welcher beim Mord an seinen: Vater thätig war, bestieg den Thronvon Syrien. Biele Länder und Städte seines Reiches, über dichtragische Unthat empört, fielen von ihm abZ und der Bruderder ermordeten Berenike, der dritte Ptolemäer, Euergetes, dergegen ihn zu Felde zog, errang leichte Siege über ihn, eroberteeinen großen Theil des syrisch-asiatischen Reiches und hätte esvollständig bezwungen und mit Aegypten vereinigt, wäre nicht inseiner eigenen Hauptstadt ein gewaltiger Aufstand ausgebrochen.
Josephus Altcrthum. XII, 4, 2.
2) Josephus das. 4,1. Er läßt zwar noch vor Manasse einen H. P. Eleasarfungiren. Aber dieser Eleasar gehört der Dichtung an. Er stammt aus demAristeasbriefc bezüglich der Septuagintal-Uebersetzung unter Ptolomäus Phila-delphus. Da aber dieser Brief eine tendenziöse Pseudcpigraphie ist, so sindsämmtliche darin auftretende Personen fingirt, folglich auch der H. P. Eleasar.
ö Sx«c>L «oroö ist ein unbestimmter Ausdruck. Bergl. Josephusdas. XII, 2, S.
Daniel 11, 6.
ch Justin XXVII, 1.