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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

Die Gottesverehrung gestaltete sich immer reiner, der Jrrthum,welcher durch den Buchstaben aus Aeußerungen der Thora und Pro-phetenreden entstehen könnte, als wenn das leibliche Wohlergehendes Einzelnen Endzweck der Lehre wäre, dieser Jrrthum wurde iSimon's des Gerechten Schule beseitigt. Die Zeit, in welcher diePropheten mit beredten, zündenden Worten auf einem freien Platzezum Volke sprachen, waren vorüber; jetzt sprachen die Vorsteher desLehrhauses zu Jüngern im engen Raume, und sie äußerten denInbegriff ihrer Ueberzeugung in knappen Lehrsprüchen, die sie demGedächtnisse unverlöschlich einprägteu, damit ein Geschlecht sie demandern überliefern und einschürfen könnte.

Bei dem hohen Werthe, den Simon der Gerechte noch ausdas Opferwesen legte, waren ihm doch Uebertrcibungeu desselben,zu welchen die Zeitströmung allzusehr zuneigte, widerwärtig, under machte keinen Hehl ans seiner Abneigung dagegen. Es gabnämlich bereits zu seiner Zeit Ueberfromme, welche sich ein Nasiräer-Gelübde') auflegten, um eine Zeit lang sich des Weines zu ent-halten; man nannte sie oder sie nannten sich selbst Strengfronnue,Chaßidim, Chaßidäer. Sobald die Zeit ihres Gelübdes vorüberwar, brachten sie die vom Gesetze dafür vorgeschricbenen Opfer,schoren sich das Haar ab und erfüllten die dazu erforderlichen Vor-schriften. Hat sie vielleicht die durch den Weinrausch bei Gelagenund Festen gesteigerte Sinnlichkeit der Griechen und Griechlingebewogen, sich des Weines zu enthalten und sich den Weihen zuunterwerfen? Sicher ist es, daß mit der Zunahme der Zahl derGenußsüchtigen in Judäa, welche den Griechen an Ausgelassenheitnacheiferten, auch die Zahl der sich kasteienden Chaßidäer sich ver-

bedcutet das Maas; Bictu alten, welches der Herr den Sklaven für je einenMonat znr Subsistenz zumißt oder zutheilt. In diesem Sinn ist stets in dertalmudischcn Literatur die Phrase "" zu nehmen.

tz llossokta Hsäarim I., auch citirt Jcrus. Nsäariin I. p. 36d, klneir I.p. 51 o. babli Nsclarim p. 10a: Das

ist der Kern der Relation. Daß sie cs gethan haben, weil sie, als gewissen-hafte Fromme keine Gelegenheit gefunden hätten, ein Snndopfcr zu bringe»,gehört nicht znr ursprünglichen Fassung, sondern stammt von R'Jehuda,was aus R'Simon b. Jochai's Entgegnung hervorgeht: Wenn sic es deswegengethan hätten, dann hätten sie erst recht gesündigt. R'Simon dcmcntirt nichtdie Thatsache, sondern das Motiv. So muß diese Stelle anfgefaßt werden.