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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

den Launen des Windes trotzend, wie leichte Spaziergänge angesehenwurden. Die Bildhauerkunst, in welcher es die Assyrier bereits zurMeisterschaft gebracht hatten, wurde in Athen noch mehr veredeltund zur höchsten Blüthe gebracht. Die griechischen Künstler habenin Marmorblöcke Leben und Geist eingehaucht und darin die mannig-faltigen Empfindungen, welche das menschliche Herz bewegen undsich in der äußeren Körperhaltung ausprägen, mit beredtenZügen ausgedrückt. Mit dieser Kunst versinnbildlichten sie die An-muth, die Holdseligkeit und Schönheit, und mit ihr wußten sie auchdie Verehrung-gebietende Hoheit ihrer Götter und Halbgötter soüberwältigend darzustellen, daß nicht blos das naive Volk, sondernauch die gebildeten Kreise vor den schöngeformten Bildsäulen dasKnie beugten.

Und wie mit dem Meißel, so wußten die griechischen Künstler mitFarben und zarten Linienzeichnungen Naturwesen und Menschen mitihren Leidenschaften nicht blos täuschend nachzuahmen, sondern ihnenauch verklärende Züge zu leihen. Und nun gar in ihren Dichtungen,welche Vollendung durch den Zauber der Sprache, den Wohllaut unddas Ebenmaß der Glieder und durch den Gleichklang des Inhaltesund der Form! Die zwei Heldengedichte Homers oder der Home-ridcn, im jonischen Kleinasien entstanden, sind, obwohl in anderenZungen und in verschiedenen Zeiten nachgeahmt, unübertroffen ge-blieben und wurden eine Goldfundgrube für noch andere Dichtungs-arten und ein Bildungsmittel zur Verfeinerung des Geschmackes fürviele griechische Stämme. Die höchste Blüthe der Dichtkunst, diedramatische Poesie, ist ihre Erfindung, und sie hat, einmal angeregt,in ihrer Mitte einen hohen Grad erreicht. Ihre Trauerspieldichterwußten die Herzen der Zuschauer mit Schauer und ihre Lustspiel-dichter sie mit Heiterkeit zu erfüllen. Die Wissenschaft, das tiefereEindringen in die Gesetze, welche den Bau des Weltalls und dermannigfaltigen Wesen erhalten und wandeln, die feine Beobachtungder Völker und ihrer Sitten, der Seele und ihrer Kräfte, und alshöchste Blüthe derselben, die Weltweisheit (Philosophie) hat dergriechische Geist angebahnt und sie bis zu einer erstaunlichen Höhegebracht. Staatskünstler und Gesetzgeber erzeugte das griechischeVolk in Hülle und Fülle eben so wie gewandte Redner; aber dieseFülle verrietst die schwache Seite seines Wesens. .