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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

baren Reinigung unterwerfen, sie mit Urin von Thieren oder vonmännlichen und weiblichen Verwandten waschen i). Die Wege, aufwelchen Leichen getragen worden waren, mußten ebenfalls gereinigtwerden.

Die Gesetze der Verunreinigung und Reinigung waren nach demeranischen Avesta eben so streng, wie ekelerregend. Eine Frau, welcheein todtes Kind zur Welt gebracht, wurde förmlich gemartert, weilihr Leib als eine Leichenbchausung angesehen wurde, an welchemsich auch die später geborenen Kinder verunreinigen könnten. Siemußte daher von Menschen, von Feuer und Wasser fern gehaltenwerden, Kuhurin mit Asche genießen und noch andere Quälereisich gefallen lassen^. Als unrein galten Frauen auch nach derGeburt eines lebenden Kindes und in gewissen Zeiten, weil auchüber solche die Daevas Gewalt haben. Sie mußten eine Zeit langvon Menschen, von Feuer und Wasser entfernt eingesperrt werden,daß sie die Sonne nicht sehen könnten und nach einer gewissen Zeitsich mit Kuhurin und Wasser waschen^). Für unrein wurde auchein Mann angesehen, der während des Schlafes sich befleckt hat,weil er damit der Dämonin Drukhs eine Empfängniß bereite; ermußte sich daher reinigen und gewisse magische Gebete murmelnsi.Auch die Haare und Nägel der Menschen wurden als unrein undverunreinigend angesehen.Es fragte Zarathustra den Ahura-Mazda:Womit, als der größten Todsünde, verehrten die Menschen dieDaevas?"" Darauf dieser:Wenn sie auf der mit Körpern be-gabten Welt sich die Haare schneiden, die Nägel beschneiden, dakommen an diesen entweihten Plätzen die Daevas zusammen^)."" DieHaare und Nägel mußten daher entfernt vom Feuer und Wasserunter magischen Formeln und lächerlichen Bräuchen in ein Lochgelegt werden. Die Reinigung sollte in der Regel mit Kuhurin, beieinigen Füllen mit Weihwasser, selten mit Erde und Wasser undzwar von einem Feuer-Priester (Magier, Athrawa) vollzogenwerben. Die Priester hatten überhaupt eine bevorzugte Stellungin der Magierreligion, ohne sie durfte kein Opfer und keine

tz Das. VIII, 33 fg.

2 , Vsnclillml V, 146 fg.

»1 Spiegel, Avesta II. p. XIllV fg.

«) Vouckiäml XVIII, 101 fg.

Das. XVII, 1 fg.