Die Dämonenlehre der Perser.
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zuzufügen suchen. Unter den männlichen Dämonen galt als derschlimmste Aeschmo, der Bose mit schrecklicher Waffe, als Verderberder Seelen, und Aeto-Vidhotus, der Engel des Todesi). Ammeisten gescheut war die Drukh-Naeus, die Teuflin des Todes,wodurch der Mensch der Gewalt Angro-Mainyus verfalle; dahermüsse sie von Allem, was dem Lichtgott angehöre, fern gehaltenwerden. Wo soll der menschliche Leichnam untergebracht werden?Er durfte weder im Feuer verbrannt, noch in's Wasser geworfenwerden; denn diese göttlichen Wesen würden dadurch verunreinigtwerden. Er durfte auch nicht dem Schooß der Erde, der göttlichenSpenta-Armaiti anvertraut, noch der Luft ausgesetzt werden.Die Leichname machten daher den Anhängern des Magierthumsviel zu schaffen. Mit vieler Peinlichkeit wurde eine Art Begräbniß-platz jDakhma) eingerichtet, daß die Leichen mit der Gesammterdenicht in unmittelbare Berührung zu kommen scheinen sollen. Folge-richtig hätten sie den Thieren und Vögeln zum Fraß vorgeworfenwerden sollen, und es galt in der That für ein Glück, wenn dieLeichname von solchen zerfleischt wurden^; die Verwandten des Ver-storbenen waren unglücklich, wenn dieser unangetastet blieb. Mit derWegschaffung der Leichname war die daran haftende Unreinlichkeit nichtgebannt. Der Aberglaube der Eranier oder Mazdayaenier wurzeltetief in ihren Gemüthern, daß die Dämonin Drukh-Naens sich beimTode eines Menschen in der Gestalt einer Fliege stürze und dessenAuflösung und Fäulniß bewirke s). Diese Dämonin stürze sich abervon dem Leichnam auf lebende Menschen, verunreinige sie und führesie damit dem Reiche Angro-Mainyus zu^j. Die Anhänger derZendreligion mußten sich daher von jeder Berührung mit Leichen,ja, von der Nähe derselben fern halten, und wenn in Berührunggekommen, mußten sie die vorgeschriebene Reinigung vornehmen undgewisse Gebetformeln zur Abwehrung der unreinen Geister hersagen.Die Leichenträger sollten ihr Haar und ihren Körper einer sonder-
y Das. Avcsta III. Einl. S. XllVIII.
-I Agathia's II, 22—23. Vergl. darüber Rapp, Religion und Sitte derPerser nach römischen und griechischen Quellen. Z. d. d. M. Ges. XX. S. 54 fg.,welcher die Widersprüche der Angaben bei gr. Schriftstellern bezüglich der Leichenzu lösen suchte. Spiegel, Avesta II. p. XXVI.
Venckickaä VII. V. 2 fg.
Das. IX, 168 fg. XI, 31.