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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

Grades in Verbindung gestanden, galten für unrein. Ganz besonderswurde Quellwasser als Reinigungsmittel vorgeschrieben. BesondereBestimmungen wurden für die häufiger vorkommende Verunreinigungdurch Leichname getroffen. Personen, die mit Leichen oder einemGrab oder auch nur Menschengebein in Berührung gekommen, solltensieben Tage als unrein gelten und am dritten und siebenten Tagemit eigens zubereitetem Sprengwasser vermittelst eines Mopstengelsbesprengt werden. Auch verunreinigte Räume und Gefäße, die sichin einem Raume befinden, worin eine Leiche gelegen, sollten durchSprengwasser mit Mop gereinigt werden. Die endgültige Reinigungsollte aber durch Baden in Quellwasser bewirkt werden. Alle dieselevitischen Reinheitsgesetze hätten indeß nicht eine so weittragendeund so alle Lebenskreise beherrschende Wichtigkeit erlangt, wenn dieJudäer nicht in und außerhalb ihres Landes Jahrhunderte lang inBerührung mit den Persern gekommen wären, welche noch oielstrengere Reinheitsgesetze hatten und sie aufs Peinlichste be-folgten. Wie die Israeliten in früher Zeit abwechselnd von Aegyp-tern, Phöniciern und Babyloniern, so nahmen die Judäer auchvon den Persern, ihren Herren, unbewußt Elemente auf und ver-schmolzen sie mit ihrem eigenen Wesen.

Die persische oder die eranische (iranische) Religionsanschauung,welche Jahrhunderte lang einen so tief eingreifenden und umwan-delten Einfluß auf das Judenthum ausgeübt hat, bot zugleich eineanziehende und eine abstoßende Seite dar. Die Vorstellung vonder Gottheit war zugleich erhaben und albern, und die daraus ge-flossenen Lehren und Bräuche nährten auf der einen Seite Ge-sinnungsadel und sittliche Reinheit und auf der andern Seite denwüstesten Aberglauben. Die Parsenreligion, die noch heute bestehtund ihre heiligen Schriften Avesta oder Zend-Avesta zu ihrerGrundlage hat, ist selbstverständlich nicht mit einem Male entstanden,sondern hat sich allmälig durch verschiedene Einflüsse ausgebildet.Ursprünglich haben die Völkerschaften, welche man mit dem Ge-sammtnamen Eranier (Jranier) bezeichnet zu denen dieMeder, Perser, Baktrer, Parther, Skythen, Armenierund noch andere gehörten dieselben Götter angebetet wie dieIndier und ähnliche Religionsgebräuche gehabt. Aber in einer Zeit,welche die Anhänger dieser Religion selbst nicht anzugeben ver-mochten, hat sich eine durchgreifende Wandlung in ihrer Religions-