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Geschichte der Juden.
Der Sabbat und die Feiertage sollten aber eine gehobeneweihevolle Stimmung in der Seele erzeugen und die Mühsalund Plagen der Werktage vergessen machen. Zu diesem Zweckewurde in der sophcrischen Zeit angeordnet, beim Eingang undAusgang dieser Ruhetage einen Becher Wein zu trinken, beim Be-ginn sich durch eine Segensformel zu vergegenwärtigen, daß dieseTage heilig und von Gott geweiht worden seien (Liäckusoü), undbeim Ausgang es zum Bewußtsein zu bringen, daß sie gegen dieArbeitstage eine erhöhte Bedeutung haben (Hawäalnüi). Durchdiese Bestimmungen, die nicht todter Buchstabe geblieben sind, erhieltder Sabbat einen weihevollen Charakter, war den Bekenner» desJudenthums keineswegs eine Last, sondern verlieh ihnen einesreudig-ernste Stimmung, die über die Alltäglichkeit und die Nothdes Lebens hinweghob und sie stärkte, die Leiden zu ertragen, dieihnen die Zukunft zugedacht hatte. Der erste Abend des Frühlings-sestes, an dem das Pascha-Lamm verzehrt zu werden Pflegte, erhieltebenfalls in der sopherischen Zeit eine hohe Bedeutung, um dieErinnerung an die Erlösung aus Aegypten und das Gefühl derFreiheit mit jedem Jahre zu erwecken und rege zu erhalten. Es warVorschrift oder Sitte, an diesem Festesabend vier Becher Wein z»trinken — die Zahl hatte von Ursprung an eine beziehungsreicheBedeutung — und selbst der Dürftigste verschaffte sich Mittel fürdiesen, „das Herz erfreuenden Genuß" oder empfing sie ans derSammlung für die Armen. Traulich saßen die Familienglieder undbefreundeten Personen am Pascha-Abend um die Tafel, nicht um einschwelgerisches Mahl zu halten, sondern um sich die wunderbareBefreiung ans Aegypten lebhaft ins Gedächtniß zu rufen und inLobliedern den Gott ihrer Väter zu Preisen, aßen bittere Krauter,brachen ungesäuerte Brode zur Erinnerung an diesen Vorgang,kosteten ein wenig vom Paschaopser und ließen den Wein kreisen, nicht
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niwwp Darunter ist die sopherische Zeit zu verstehen, vergl.
o. S. 182. In Bezug auf Lülcluseü ist die Differenz zwischen den Hillclite»und Schamaiten interessant. L'wn br b"
nwinpb, das. i». 51 b. I'osipbta Lsracüot V. Wein zu trinken am Eingang desSabbats war demnach als Hauptsache beim Liäclusob angesehen' Vergl. Lesa-obiiu p. 106 a, wo versucht wird, diese Anordnung auf die Bibel zurückzuführe»,was für das hohe Alter dieser Institution zeugt; vergl. o. S. 180. Auch dieni-nnn wurde ursprünglich bei einem Becher Wein ausgesprochen.