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Geschichte der Juden-
ein Gemisch aus verschiedenen Elementen- Selbstverständlich konntesie zu keiner Zeit eine Schule bilden, in welcher Junger mit denBuchstaben und dem Geiste des heiligen Schriftthums hätten ver-traut gemacht werden können.
Unter den Judäcrn dagegen entstand durch die regelmäßigenVorlesungen aus der Thora und durch die Leserlichkeit des Texteseine geistige Regsamkeit und Gewecktheit, welche allmälig dem ganzenStamm einen eigenen Charakter verlieh. Die Thora wurde ihrgeistiges Eigenthum, ein Hciligthum in ihrem Innern. Noch einanderes Institut wurde in dieser Zeit ins Leben gerufen: Lehr-häuser für erwachsene Jünglinge, um ihnen Kenntniß der Lehre undder Gesetze beizubringen und Liebe dafür in ihrem Herzen anzu-fachen. Die geistigen Führer des Volkes haben der künftigen Ge-neration eindringlich empfohlen: „Stellet nur recht viele JüngerauZi)," und was sie als so wichtig empfohlen haben, haben sieohne Zweifel selbst mit vielem Eifer bethätigt. Eine solche höhereSchule (Ust-IVnaäl wurde gewiß in Jerusalem eingerichtet 2), obwohldie Namen der Leiter derselben unbekannt geblieben sind, sowieüberhaupt der Männer, welche still-geschäftig den festen Unterbauzur Erhaltung und zum Fortbestand des Judenthums gefügt haben.Die unbeschränkte Lehrfreiheit und der Eifer, Kenntniß der Gesetzezu verbreiten, haben mit der Zeit die Zahl der Jünger vermehrt.Die Lehrer wurden „Schriftknn.dige" sNoxllsrim^ oder „Weise,"
h Lbot I, 1 wird zwar der Spruch so wie die
beiden andern der oveiesin inaxna vindicirt; allein da diese nur ephemer warlo. S. 155h so kann diese Empfehlung nur von dem i-inrn ansge-
gangen sein, welches durchweg mit der oooissia ma^nn. verwechselt wurde.
ch L.dot I, 4 spricht schon Jose ben Jocscr aus der Makkabäerzeit voneinem Lehrhaus, wie von einem längst bekannten Institute. Vergl. Rote 17.
3j Der Name wird öfter von Gesetzen gebraucht, welche zur
Thora hinzugefügt wurden G^nbsclrin XII, 3):
sb. Uosoil ba-Lobana p. 34 n; 8itrö Uo. 73): Ni"i"
tckobamot II, 4): 7"w:n:. Die Gesetz-geber oder Gesetzausleger führten demnach den Titel Josephus nennt sic
Diesen Namen behielten die Gesctzeslehrcr, welche zugleich legis-latorische Berechtigung hatten, auch iu der Zeit nach der Tempelzerstörung: vergl.8otab 15 a: rvwrcn und in den neutcstameutlichcn Schriften ^«,-,,« 01 ^».
Jose ben Joescr spricht aber schon von „Weisen", in der makkabäischen
Zeit. Sirach idcutificirt in der vormakkab. Zeit die „Weisen" mit den Alten6,36): xcll ri^ ttüräi TrooxolX'/öi/N.