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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Eeschichte der Juden.

das Leben und die Gewohnheit des Volkes einzuführen. Der hoheRath der siebzig oder einundsiebzig hat einen völligen Umschwungherbeigeführt. Alle Veränderungen, welche sich zwei Jahrhundertespäter in dem judüischen Gemeinwesen zeigten, waren sein Werk;die neuen Einrichtungen, welche die Ueberliefernng auf Esra zurück-führt oder welche unter dem Namen sopherische Bestimmungen(äibro Soxllsrim) bekannt geworden sind, waren lediglich Schöpfungendieser Körperschaft. Sie hat einen festen Grund für einen Baugelegt, der Tausenden von Jahren trotzen sollte. Vor Allem wurdenin dieser Zeit regelmäßige Vorlesungen aus der Thora eingeführt.Sie, der geistige Schutz des Volkes, das theure Kleinod, dessenWerth wegen der langen Verkennung nur um so höher stieg, dasgöttliche Wort, die Stimme der Propheten zu ersetzen berufen,sollte nicht mehr verkannt und vernachlässigt, sondern Allen ver-traut und zu eigen gemacht werden. An jedem Sabbat und au allenFeiertagen, so verordnet«: die gesetzgebende Körperschaft, sollte einAbschnitt aus dem Pentateuch der versammelten Gemeinde vorge-lesen werden. Aber auch zweimal in der Woche an Werkeltagcn,wenn die Landleute aus den Dörfern sich zu Markte in die nahgelegenen Städte oder zu Gericht einzusinden pflegten, sollten, wennauch nur wenige Verse öffentlich vorgetragen werden fl. Zuerst be-sorgten wohl die Kundigen die Vorlesung; allmülig gereichte es zurEhre, zu ihnen gezählt zu werden, und Jedermann drängte sich dazu.Es mußte daher eine gewisse Ordnung eingehalten werden, daßzuerst ein Ahronide, dann ein Levite und dann Männer aus derLaienwelt (Israeliten) zur Vorlesung zngelassen wurdenfl. Wemaber Jedermann einige Verse vorlesen sollte, so mußte die Schriftleserlich sein. Nun war aber der Text der Thora bis dahin iu

tz llsrus LlsAitla IV. p. 75 a und b. Ilaba llnma 82 a ist zwar ange-geben, daß Esra die wochentägigen Vorlesungen und die an den Sabbatmch-mittagen eingeführt habe. Allein in Labli das. führt sie ein anderes Referat aufPropheten zurück. Die Einführung der Vorlesungen an Sabbaten und Festtagenwird gar Mose zugeschrieben. Allein ans der Erzählung in Esra geht mit Ent-schiedenheit hervor, daß zu seiner Zeit das Borlesen etwas ganz Neues warso. S. 151). Dieser Brauch kann daher nur in der Zeit zwischen Esra Nehe-mia und der macedonischen Epoche eingeführt worden sein.

2) Oittin V, 9. Aus Jerus. z. Stelle x». 47 b geht hervor, daß diese Ord-nung auf einen biblischen V. zurückgeführt wurde, was eben so viel sagen will,daß sie aus alter Zeit stammt.