Fünftes Kapitel.
Das sopherischc Zeitalter.
Haß der Samaritaner gegen die Judäer. Sanballat baut ein nebenbuhlcriMHeiligthmn auf dem Berge Gerisiur. Manasse, Hoherpriester dieses TemMDie Samaritaner geben sich als Nachkommen Joseph's oder Ephraim's ms.Ihre verdorbene Sprache. Sie nehmen die Thora als Lebensrcgel an.Die Judäer formulircn im Gegensatz ihr Bekenntniß als Judcnth»,Das Jobel- und Sabbatjahrgesctz. Sorge für die Armen. Der hohe Rathmit siebzig Mitgliedern. Die regelmäßigen Vorlesungen aus dem Pentateuch,Die Einführung der assyrischen Schriftzeichen. Einführung des Lehrhaujes,Die Thätigkeit des hohen Rathes oder der Lopbsrim. Die „Umzäunungen,'Die Sabbatstrenge, Die Sabbatwcihe. Das Paschafest. Die Gebete, TieVorlesung aus den Propheten. Der geistige und der Opfer-Gottesdienst,Die Engel- und Dümonenlehre. Die Reinheits- und Uureinheitsgcsetzc,< 420 - 338 ),
Der aus Liebe entsprungene Haß ist stärker und leidenschaftlicherals der, welcher aus unerklärlicher Abstoßung, Neid oder aus er-fahrener Kränkung entsteht. Sanballat, seine Samaritaner undGenossen, hatten sich aus Vorliebe für den Gott, der in Jerusalemverehrt wurde, herangedrängt, in die judäische Gemeinschaft ausge-nommen zu werden. Die Heftigkeit ihrer Feindseligkeit gegen Neheum,der das Gemeinwesen aus dem Zerfalle aufrichtete, war eigentlichein ungestümer Liebesantrag, um eine innige Verbindung zu er-trotzen. Da sie aber immer und immer abgewiesen wurden, stverwandelte sich ihre sehnsüchtige Liebe in glühenden Haß. WSanballat, welcher durch seine Verschwägerung mit der hohenpriester-lichen Familie das Ziel seiner Wünsche erreicht glaubte, die Zurück-setzung erfuhr, daß sein Schwiegersohn Manasse wegen der Ver-bindung mit seiner Tochter aus dein Laude verbannt wurde, war