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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

eingewandert waren (o. S. 108), hatten sich seit dem abgclaufene»Jahrhundert vermehrt, verzweigt und von einander getrennt. Eswaren außerdem in dieser Zeit neue Familien aus Babylonien ein-gewandert, die ebensalls berücksichtigt werden mußten. Eine neueEintheilnng war darum erforderlich. Nehemia sorgte, so wiedas verödete Jerusalem zu bevölkern, so auch für Wohnungen, worindie angesiedelte Bevölkerung Unterkommen sollte. Für diejenigen,die ans eigenen Mitteln nicht Häuser bauen konnten, lies; ersolche ans seine Kosten bauen'), wie er denn überhaupt mit seinemVermögen die Bedürfnisse zu befriedigen suchte 2 ). So hat er fasteinen neuen Staat aufgebant, dessen Obliegenheit sein sollte, nachdem Muster des Gesetzes zu leben. Zwölf Jahre hat er Juda alsLandpflcger verwaltet (444432). Dann mußte er zurück a»Artaxerxes' Hof, bei dem er noch immer in Gunst stand. Er schiedmit der Hoffnung, daß das von ihm geschaffene Werk äußererSicherheit und innerer Gehobenheit von Dauer sein werde.

Indessen menschliche Schöpfungen sind nun einmal wandelbar.Sobald Nehemia den Rücken gekehrt hatte, trat eine Gegenströmungein, und diese ging, wie es den Anschein hat, von dem HohenpriesterEliaschib aus. Der gesetzeseifrige Tirschatha hatte nämlich de»höchsten Würdenträger des Tempels mehr als einmal verletzt. Ober ihn zu den Berathungen zngezogen hatte, ist nicht gewiß, aberbei den Versammlungen und Aufzügen hatte er sicherlich Eliaschibnicht den ersten Platz angewiesen, der ihm gebührte. Es scheint,daß er die Hohenpriester von der Nachkommenschaft des Jesna garnicht als die rechtmäßigen anerkannt, sondern die Erwartung gehegthat, daß ein würdigeres Geschlecht deren Stelle einnehmen würde,kenntlich durch die Gnade, die Zukunft vermittelst der Erleuchtungder Urim und Thnmmim auf dem Herzen offenbaren zu können^).

dieser ist angegeben, daß sie sich in Jerusalem angesiedelt habe (Neh. 11, IlhChronik I, 9, 10), vergl. Note 15.

Joscphus Alterth. XI, 5, 8; alles aus seiner Quelle Lrr. Xpoer.

2 ) Neh. 7, 70 ist aufgezählt, wie viel zum Schatze gespendet hat,

darunter ist nur Nehemia zu verstehen (vergl. 0 . S. 150). Mag die Summe vondem Chronisten übertrieben worden sein, so hatte er jedenfalls eine Quelle vorsich, daß Nehemia für die Bedürfnisse gespendet hat. Dieser Bericht ist in dieParallele Esra übergegangen. In diesen: Text stand ursprünglichoder

V) Neh. 7, 65 gn: -w drückt einen Tadel gegen den regieren-

den Hohenpriester aus.