Das öffentliche Vorlesen aus der Thora.
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nämlich Meremot, welcher bei Esra's Ankunft Schatzmeister desTempels war und bei der Wiederherstellung der Mauer ein doppeltesMaas; ansbesserte'). Aber weder Ansehen, noch Verdienst waren fürNehemia maßgebend, Milde walten zu lassen. Das Gesetz, wie eres anslegte, stand ihm höher.
Nachdem Nehemia Jerusalem befestigt und Sorge getroffen hatte,cs zu bevölkern, dem Gemeinwesen wieder einen Mittelpunkt unddem Volke gewissermaßen einen widerstandsfähigen Leib gegebenhatte, war er darauf bedacht, diesem Leibe auch die Seele, dasGesetz, einzuhanchen. Aber dazu bedurfte er der Mithilfe derSchriftkundigen, da tiefe Gesetzeskunde nicht seine starke Seite war.Esra, welcher während der eifrigen Thätigkeit Nehemia's im Hinter-gründe stand, trat nun in den Vordergrund oder wurde von diesemdahin gestellt. Am ersten Tag des siebenten Monates, an einemFesttage, versammelte er alles Volk, auch vom Lande in Jerusalemaus dem weiten Platze vor dem Wasserthore. Hier war ein hohesGerüste angebracht, auf dem Esra stehen und aus dem Gesetze vor-lesen sollte2). Es war darauf angelegt, eine außergewöhnlichnachhaltige Feierlichkeit zu begehen. Die Versammlung war zahl-reich; nicht blos Männer, sondern auch Frauen und reife Kinderwaren erschienen. Esra zur Seite standen rechts und links je siebenAhroniden. Als er die Rolle des Gesetzbuches aufschlug, erhobensich sämmtliche Anwesende, um dem Behältnis; der Lehre Ehrfurchtzu zollen, und als er die Vorlesung mit einem Segensspruche er-öffnet, fiel das ganze Volk mit hocherhobenen Händen mit einemlauten „Amen" ein. Dann begann Esra mit lauter Stimme einenAbschnitt aus der Thora vorzulesen, und die Anwesenden lauschtenmit gespannter Aufmerksamkeit. Denen, welche dem Inhalte nichtfolgen konnten, Frauen und Landleuten, erklärten ihn schriftkundigeLeviten so deutlich, daß auch sie alles verstanden haben. BeimVernehmen des Vorgelescnen brach die ganze Volksversammlungiu Weinen ans und war auf's tiefste erschüttert. Was hat dieseWirkung hervorgebracht? Höchst wahrscheinlich hatte Esra den Ab-schnitt aus dem Deutcronomischen Gesetzbuch vorgelesen, welcher die
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s indischen Geschlechte Chronik I, 24, 16.
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