Sorge für Bevölkerung Jerusalems.
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Durch dieses Beispiel konnte Nehemia alle Schwierigkeitenüberwinden, um das Gemeinwesen wieder in regelmäßigen Gangzu bringen. Das Volk hing an seinem Munde, und auch die Edlenfolgten ihm willig. Verlegenheiten gab es indeß noch genug. Alsdie Mauern von allen Seiten vollendet und auch die Thore bereitseingehängt waren, zeigte es sich, daß die levitischen Thorwürterund überhaupt die Leviten aller drei Klassen, denen die Ucber-wachung übertragen werden sollte, fehlten st. Sie waren, weil siewährend der Zerstörung den Zehnten nicht erhalten hatten, auf'sLand gewandert. Die Stadt war überhaupt dünn bevölkert, vieleHäuser waren zerstört oder verödet. Es galt also, Jerusalem zubevölkern und den Tempel mit Dienern zu versehen.
Nehemia scheint an alle diejenigen, welche wegen der Unsicher-heit Jerusalem verlassen oder von Anfang an sich in den Land-städten niedergelassen hatten, einen Aufruf erlassen zu haben,dauernden Wohnsitz in der Hauptstadt zu nehmen. Viele von denvornehmen Geschlechtern erboten sich freiwillig dazu2) vom StammeJuda, Benjaminiten, Ahroniden, Leviten aller Klassen und auch vondem kleinen Reste der Ephraimiten und Manassiten, welche ansBabylonien nach Juda zurückgekehrt waren 3). Unter den Ben-jaminiten waren auch Seitenverwandte des Hauses Saul; dagegenscheinen die Nachkommen dieses Königs von dem lahmen Mephiboschet,die so mannichfache Wandelungen überlebt hatten, Jerusalem ge-mieden zu haben und in Gibeon verblieben zu feinst. Indessen,da die Zahl der Freiwilligen noch nicht genügte, Jerusalem ge-
h Das. 7, 1 kann nur bedeuten, „es wurden vermißt" sonst, wenn
es „ernennen" bedeuten sollte, hätte die Präposition und die Funktion, dieihnen übertragen worden, stehen müssen. Aus 12, 27—29 geht hervor, daßviele Leviten aller Klassen außerhalb Jerusalem gewohnt hatten.
Das. 11, 2. B. 1 'uw"" will auch dasselbe sagen,
daß sich in Jerusalem niedergelassen haben. Diese werden von B. 4
an namentlich aufgezählt. Es ist eine Liste derer, die sich freiwillig dazu er-boten hatten. Vergl. Note 15.
»i Vergl. o. S. 13.
4) Chronik I, 8, 33 fg. 9, 29 fg. Es sind 13 Generationen von Saul bisUlam aufgezählt, diese geben ungefähr 400 Jahre, Nlam war demnach ungefährein Zeitgenosse des Exils, und seine Enkel chas. 8, 40; können noch zur ZeitNehemia's gelebt haben. Vergl. Bcrtheau Comment. zur Chronik z. St. undNote 15.