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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Das Buch Ruth.

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Söhne in der Fremde gestorben waren, kehrte die tiefbetrübte WittweNoomi nach Bethlehem zurück, und ihre zwei Schwiegertöchtermochten sie nicht verlassen, obwohl sie sic wiederholentlich ermahnte,in ihrem Gcburtslandc zu bleiben und sich wieder zu verheirathen.Ganz besonders klammerte sich Ruth an sie und sprach zu ihrerSchwiegermutter:Dringe nicht in mich, dich zu verlassen! Wohindu gehst, gehe auch ich, wo du weilen wirst, werde auch ich weilen,dein Volk ist mein Volk, dein Gott ist mein Gott, wo du stirbst,will auch ich sterben und an deiner Seite begraben sein. Nur derTod soll mich von dir trennen." Die Moabiterin Ruth hielt auchtreu ihr Wort. Nach Bethlehem mit ihrer verwittwetcn und ver-armten Schwiegermutter eingewandert, sorgte sie zärtlich für sie undsammelte auf dem Felde die znrückgelassenen Aehren Tag für Tagwährend der Ernte. Ihre Hingebung und Züchtigkeit blieb nichtunbeachtet. Ein angesehener Grundbesitzer Boaz (Boas), in dessenweitausgedehnten Feldern sie am meisten sammelte, lobte sie:Gottmöge deine That vergelten, und dein Lohn möge voll sein vomGotte Israels, unter dessen Flügeln dich zu schützen du gekommenbist." Diesem Boaz fiel es nach dem Gesetze zu, das hinterlasseneGrundstück des Elimelech zu erwerben und damit auch die Ruthzu ehelichen. Das that er auch gewissenhaft. Bei ihrer Verhei-rathung rief das Volk dem Boaz zu:Gott möge diese Frau, diein dein Haus kommt, wie Rachel und Lea machen, welche beide dasHaus Israels erbaut haben." Der Sohn, den ihm Ruth geboren,wurde der Stammvater David's, des frommen Königs von Israel.Die einzelnen Züge dieses zarten und lieblichen Buches sind feinund künstlerisch ausgearbeitet. Dem Dichter war es aber darumzu thun, zwei Thatsachen nahe zu legen: Daß das königlicheGeschlecht in Israel von einer Moabiterin stammte, und daß dieseMoabiterin, nachdem sie sich eng an das judäische Volk ange-schlossen und sich unter Gottes Flügel geborgen hatte, die Tugendenbewährte, wie sie nur eine Tochter Israels zieren können, Züchtig-keit, Zartsinn und Opferfreudigkeit i). Die Anwendung aus diesem

p Daß Ruth keinen historischen, sondern einen didaktischen Hintergrund hat,wird von den Ausl, meistens zugegeben. Sic differiren lediglich bezüglich derLehrpointe. Diese hat Umbreit richtig erfaßt Mud. u. Krit., Jahrg. 1834,S. 308 fg.); Geiger hat diese Ansicht ausgenommen und wcitergeführt (UrschriftS. 52s. Diese Pointe ist augenfällig gegen die Ausschließung der Moabiter aus