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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

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nahmen sie eine feindliche Haltung gegen Juda an, sie wolltenmit Gewalt oder List .ihre Bethciligung am Tempel in Jerusalemund an dem Gott, der in demselben verehrt wurde, durchsetzen. Airsangs mögen Wohl von ihrer Seite Schritte geschehen sein, daseinträchtige Zusammenleben wieder herzustellen und den Beschlußder Absonderung rückgängig zu machen. In Jerusalem und in denLandstädten gab es ohne Zweifel eine Partei von milderer An-schauung bezüglich der Mischehen, welche Esra's Verfahren nichtbilligen mochte. Wie viele Judäer mögen sich nur aus Zwangdem Beschlüsse der Trennung von den ihnen theuren Frauen undKindern unterworfen haben? Andere haben gewiß vorgezogen, dasVaterland zu verlassen, um die Ihrigen zu behalten; die Ausge-wanderten wurden wohl von den Samaritanern herzlich ausgenommen.Auch sie mußten ein bitteres Gefühl gegen die Machthaber inJerusalem, gegen ihre eigenen Stammgenossen, hegen. Sie machtenwohl mit den aus der Gemeinschaft ausgeschlossenen Proselytcngemeinsame Sache. Die Kundigen unter ihnen waren überhauptanderer Meinung über die Zulässigkeit oder Nicht-Zulässigkeit vonMischehen mit Frauen, welche, wenigstens äußerlich, der Lehre zu-gethan waren i). War denn diese Strenge nach dem Buchstabendes Gesetzes? Enthielte» die geschichtlichen Erinnerungen aus derVorzeit uicht Beispiele genug, daß Israeliten fremdvölkerliche Frauengeehlicht hatten? Solche und ähnliche Fragen sind Wohl damals auf-geworfen worden. Ein Nachhall der Stimmung und Beurtheilungder Vorgänge von der milderen Seite klingt aus einem lieblichenSchriftwerke heraus, das höchst wahrscheinlich dieser Zeit entsprungenist, aus dem Buche Ruth. Der dichterische Verfasser erzählt schein-bar harmlos eine idyllische Geschichte von einer vornehmen judäischenFamilie aus Bethlehem, die nach Moab ausgewandert war, undaus welcher zwei Söhne moabitische Frauen geheirathet haben, aberer berührte damit die brennende Tagesfrage.

In der Richterzeit, so erzählt diese Idylle, war wegen Hungers-noth ein Ehepaar Elimelech und Noomi mit zwei Söhnen nachMoab ausgewandert. Diese Söhne hatten moabitische Frauen,Orpha und Ruth, geehlicht. Nachdem der Gatte und die zwei

y Aus Nehcm. 6, 10 fg. 14 folgt, daß nicht blos Laien, sondern auchPropheten, also gewiß auch Schriftknndige es mit Sanballat gegen Esra undNchemia hielten.