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Geschichte der Juden.
Jerusalem eiustellen sollten, bei Strafe mit ihrem Vermögen zubüßen und aus dem Gemeinwesen ansgestoßen zu werden. Alle,Alle fügten sich. Welche Verwandelnng gegen frühere Zeit, als dievornehmen Geschlechter hartnäckig am Götzenthum hielten und denPropheten und selbst dem Befehle der besseren Könige Widerstandleisteten! Nachdem die Weinlese und Feldarbeit vorüber waren, fan-den sich die Landbewohner in Jerusalem ein (Kislew — November 458jund versammelten sich auf dein weiten Platz vor dem Tempel.Esra, auf die Lehrthätigkeit sich beschränkend, hielt eine Anrede andie Versammelten, brachte ihnen ihr Vergehen zum Bewußtsein undforderte sie auf, ihre Schuld offen zu bekennen und sich von denVölkern des Landes und besonders von den fremden Frauen zutrennen. Die Versammlung erwiderte mit lauter Stimme: „Alles,was du verlangst, wollen wir thun," machte aber geltend, daß siein der Regenzeit nicht in Jerusalem so lange weilen könnten, bisdie Sache ausgetragen sein werde. Darauf wurde ein Vorschlaggemacht und billig gefunden, eine eigene Ausforschungsbehörde fürdiese Sache einzusetzen. Esra selbst wählte die Mitglieder derselbenaus, und diese vollendeten ihre Ausgabe in drei Monaten (Tebct —Adar 457 *). Sie zogen Erkundigungen über die Personen ein, welcheMischehen eingegangen waren, und forderten sie ans, nach Jerusalemzu kommen und zu erklären, daß sie die Scheidung von den fremdenFrauen vollzogen haben, und wahrscheinlich auch das dafür be-stimmte Schuldopfer darzubringen, womit ein Sündenbekenntnißverknüpft war?). Die Aeltesten der Stadt oder die Richter solltenzur Beglaubigung des vollzogenen Beschlusses in Jerusalem miteintreffen. In Folge dieses strengen Befehles der Ausführungs-
Das. 11, 7 fg. Hier ist blos von den Landstädtern die Rede, nichtvon den Jerusalemern. Denn es wäre doch Unsinn, daß sich die Jerusalemerin Jerusalem einfinden sollten. Das Wort muß gestrichen werden. Zum
Beweis, daß diese Partie nur von den Landstädten handelt, dient V. 14 -iW iwi.... Das Geschäft des ausgewählten Comite
<B. 14, 16) war, -L-in (oder sich um die Angelegenheit zu
kümmern, sich ausschließlich damit zu befassen und zwar die Uebertrcter zueiner Tagsatzung nach Jerusalem zn laden und sie zur Aus-
lösung der Mischehen zu zwingen. Dunkel ist B. 15. Man weiß nicht, obdarin eine Opposition gegen den Beschluß liegt. Ebenso dunkel ist B. 17Beide sind wohl lückenhaft erhalten.
2 ) Esra das. folgt auch aus Nehemia 9, 2. Vcrgl. 0 . S. 133 Anmerk.