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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

öfter welche nach Jerusalem, um sich vom Tempel aus iu eine geweihteStimmung versetzen zu lassen und Geschenke dahin zu bringen.Geriethen Judäer aus der Heimath in Gefangenschaft oder wurdenals Sklaven verkauft, so machten ihre Brüder Anstrengungen undscheuten kein Opfer, sie auszulösen und ihnen die Freiheit zu er-wirken*). Sie waren in der glücklichen Lage dem Mutterland!Mittel spenden und ihnen unter die Arme greifen zu können, desie größtentheils wohlhabend waren; das ausgedehnte persische Reichbot ihrem Unternehmnngsgeiste weiten Spielraum. Seitdem SuseResidenzstadt der persischen Könige geworden und Babylon sein An-sehen und seine Bedeutung verloren hatte, wunderten Mitglieder derbabylonisch-judäischen Gemeinde ostwärts in's persische Reich ein,besetzten sich namentlich in Susa und bildeten auch hier Gemeinde-gruppen. Der vierte persische König Artaxerxes ^rtdaoUsollaselit»,464423) begünstigte sie ebenso, wie sein Großvater Darius.Ein durch körperliche Vorzüge und durch Klugheit hervorragenderJudäer, Nehemia, erlangte an seinem Hofe eine einflußreicheStellung als Mundschenk. Der König und seine HauptgemahlinDamaspia waren ihm besonders gewogen und gewährten ihmmanchen Wunsch, den er geschickt und in gefälliger Form vorzutrage»wußte 2). Durch diesen und noch andere bei Hofe wohlgelittemJudäer erlangten die persischen und babylonischen Gemeinden einegünstige Lage.

Die auswärtigen Judäer legten aber Werth darauf, ihreEigenart zu bewahren und ihren nationalen Charakter zu behaupteinsie schlossen sich von der sie umgebenden Welt ab, heirathete»nur unter einander und nahmen die überkommene Lehre zur Richt-schnur ihrer Lebensweise. Gerade weil sie in einer fremden Um-gebung lebten und vom Mutterlande räumlich entfernt waren,wendeten sie einen besondern Eifer an, Judäer zu sein und zu bleibe»und die Vorschriften ihrer Lehre zu befolgen, um daran ein festesBand zu haben, welches sie als Glieder eines eigenen Volksthum»umschlingen sollte. Opfer konnten sie allerdings nicht darbringe»und eben so wenig die Gesetze beobachten, welche auf den TempelBezug haben. Desto eifriger beobachteten sie diejenigen Vorschriften,welche vom Heiligthum unabhängig sind, den Sabbat, die Festtage,

p Das. 5, 8.

-1 Das. 2, 2. ö-6.