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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Völkerschaften in Judäa angesiedelt.

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Flüchtlinge drangen in das Gebiet Juda's ein, besetzten es undgründeten hier ein anderes Jdumäa. Auch Ammoniter und Moa-biter scheinen aus ihren Wohnsitzen von den nabatäischen Eroberernverdrängt worden zu sein, über den Jordan gesetzt und sich hier-in der Nähe der Samaritaner angesiedelt zu haben. Auch dieseammonitischen und arabischen Ankömmlinge suchten mit den Judäernin ein freundliches Verhältniß zu treten.

An der Spitze der Ammoniter stand ein Mann, der sogareinen hebräischen Namen angenommen hatte, Tobija (Tobias),dem seine Gegner den Spitznamenammonitischer Knecht"beigelegt haben, und den Arabern oder Nabatäern, die sich eben-falls im Westjordanlande angesiedelt hatten, stand ein HäuptlingGaschmu vori). Die Samaritaner hatten damals einen Mannvon unverdrossener Willensstärke und Thatkraft zum Häuptling,klug, listig, wild und beharrlich, Namens Sanballat (Sana-ballat). Ihm war es mit dem judäischen Bekenntnisse völligerErnst; er wollte aufrichtig Antheil an dem Gotte Israels und andem Tempel haben; allein er wollte gewissermaßen das Himmelreicherstürmen, und wenn ihm die Betheiligung daran versagt würde,sie mit Gewalt oder List ertrotzen^). Stammte Sanballat ausBethoron, dem diesseitigen Lande, oder aus Choronaim, demjenseitigen Lande Moab? Sein Beinameder Choronite", läßtsein Geburtsland zweifelhaft. Jndeß wenn er auch nicht ein Moa-biter war, so gehörten doch auch andere Moabiter zu denen, mitdenen sich die Judäer verschwägert haben, wie mit Ammonitern.Tobija, der Ammoniter, war doppelt mit judäischen Geschlechternverschwägert. Er hatte eine Tochter ans der adligen Familie Ar achgeheirathet, und ein angesehener Mann in dieser Zeit, Meschullam,Sohn Berechja's hat seine Tochter Tobija's Sohn zur Frau ge-geben 3). Mischehen mit Ammonitern und Moabitern waren aber

p Neh. 2, 29; 4,1 u. a. St.

H Daß es Sanballat ernst mit dem Bekenntniß war, folgt aus Josephus'Relation Wtcrth. XI, 18, 2 u. fg.), daß er für seinen Schwiegersohn Manasseeinen Tempel für den Gott Israels auf dem Berge Gerisim erbaute. Vondiesem Gesichtspunkte aus sind die Angaben über ihn in Neh. 2,10.19 u. a. St.zu beurtheilen. Sie sind parteiisch; auch Sanballat war ein Proselyte undes verdroß ihn, ausgestoßen zu werden. Daß er zu den Samaritanern gehörte,folgt aus Neh. 3, 34.