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Geschichte der Juden.
Folge dessen fanden zahlreiche Verschwägerungen mit den Samari-tanern und anderen Nachbarvölkern statt, selbst aus der Familie desHohenpriesters ll.
In Folge dieser gegenseitigen Annäherung scheint sich die Lagegebessert zu haben. Die Feindseligkeit und die gegenseitigen Rei-bungen hörten von selbst auf und damit auch die Verdächtigungenund Anklagen. Samaritaner und Judäer waren nah daran, zueinem einzigen Volke zu verschmelzen.
Es muß nämlich damals in der Nähe Judäa's eine tiefein-greifende Veränderung vorgefallen sein. Ein bis dahin unbekanntesVolk, das nabatäische, scheint in der ersten Hälfte des fünftenJahrhunderts auf Eroberungen ausgezogen zu sein und sich derLänderstrecken zwischen dem tobten und rothen Meere und des Ostjor-danlandes bemächtigt zu haben. Die Jdnmäer wurden aus ihrem Ge-biete verdrängt, und ihre Hauptstadt Sela auf der Höhe des Seir-Gebirges gehörte seit der Zeit den Nabatäeru^). Jdumäische
fl Esra 9,1—2; 10, 2.18 fg. B. 18 bis 44 sind mehr als 100 Namen auf-geführt, von Ahroniden, Leviten, Sängern, Thorwärtern und vornehmen Judäern,welche Frauen aus den Familien der Nachbarvölker heimgcführt hatten. Esist von allen Historikern übersehen worden, daß da der Hohepriester und dieLeviten rc., also die geistlichen Spitzen, solche Mischehen cingcgangen sind, siedieselben für erlaubt, selbst nach dem Gesetze der Thora erlaubt gehalten habenmüssen. Sie haben also die wie sie Esra und Nehemia nannten,
nicht als Götzendiener, sondern als Proselyten, betrachtet und haben da-mit das als gesetzlich sanctionirt, was später als selbstverständlich galt Misoim»!,llickäusobin IV, 1): rnm vn daß Ehen
mit Proselyten gestattet sind. Daß Ahroniden später davon ausgeschlossen wurden,leitet der Talmud das. p. 70 aus Mangel an einer Gesetzesstelle von dem Vor-gänge unter Nehemia ab; allein Nehemia und Esra haben Mischehen mitProselyten überhaupt für verpönt gehalten, und das war eben die Differenz derAnsichten. Diese waren eben Rigoristen. Dagegen haben die Autoritäten inJerusalem kein Bedenken gegen solche Mischehen gehabt. Nur dadurch sind die'Conslikte, welche unter Esra und Nehemia ausbrachen, begreiflich. Esra 9,1 hatder gr. Verteilt lür. rlpoo. und nach ihm Ewald mißverstanden.
ist die richtige L.-A. Das v will die Aehnlichkeit derVorgänge angcben. So wie die Israeliten in der ersten Zeit sich durch Misch-ehen mit Kanaanitern rc. verunreinigt haben, so jetzt die neue Generation mitandern Völkern; aber der Fall war nur ähnlich, aber nicht gleich, weil dieLetztem nicht Götzendiener waren. Esra 9, 14 -rr: -ni-ni- würde
zwar darauf führen, daß sic doch dem Götzcnthum anhingcn, allein die Ver-sionen hatten die L.-A. wie das. V. 11.
2> S. Monatsschrift, Jahrg. 1875, S. 49 fg.