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Geschichte der Juden.
„Wie habe ich mich gefreut, als sie sprachen:
„„Wir werden in den Tempel Gottes gehen!""
„Stehen geblieben sind unsere Füße in deinen Thoren, Jerusalem,„Das gebaut ist gleich einer Stadt,
„In der allsammt Brüderlichkeit war,
„Wohin die Stämme, die Stämme Gottes, zogen,
„Als Versammlungsort für Israel,
„Zu danken dem Namen Gottes.
„Denn dort standen Throne für das Recht,
„Throne für das Haus Davids!
„Bittet doch um den Frieden Jerusalems!
„Mögen deine Freunde friedlich sein,
„Möge Frieden sein in deinen Mauern,
„Eintracht in deinen Palästen!
„Um meiner Brüder und Freunde willen„Rede ich dich um Frieden an,
„Und des Tempels unsers Gottes Willen,
„Flehe ich um Glück für dich h!"
Es war nicht der einzige Psalm, welcher zur Eintracht aufforderte^.
Indessen konnte der Friede nur durch das Zurücktreten einesder beiden Führer wiederhergestellt werden. Ihr Bestehen nebeneinander hätte nur immer neuen Zündstoff in die Gemüther ge-worfen. Sollte eine Wahl getroffen werden, so verstand es sichvon selbst, daß S.ernbabel weichen mußte, weil der Hohepriesterunentbehrlicher, als der Königssohn war, ja dieser wie eine be-ständige Herausforderung galt und daher dem Aufblühen des Ge-meinwesens nachtheilig war. Die Bolksstimmung scheint sich immermehr dem Hohenpriester zugewendet zu haben, und das Davidshausmußte sich daher gefaßt machen, zu weichen und abzudanken. Aberschmerzlich war es, daß die Hoffnung auf die Erneuerung der ehe-maligen Glanzzeit durch eben dieses Haus, von den Prophetenangefacht und genährt, zu Grabe getragen werden sollte. DiesemSchmerz gaben Psalmen einen ergreifenden Ausdruck, wie dennüberhaupt in dieser Zeit mehr noch als früher die Psalmendichtuugdie Dolmetscherin der Gefühle und Stimmungen war. — Ein Psalmerinnerte an die großen Verdienste David's gerade um das Heilig-et Ps. 122. Man setzt allgemein diesen Psalm in die nachexilischc Zeit.Er darf aber nicht zu tief in die Zeit herabgesetzt werden, weil Vers 1 noch diefrische Erinnerung an die Freude über die Vollendung des Tempels andeutet.
Vergl. Ps. 133 und den wiederholten Schluß in zwei aus der ersten Zeitder Rückkehr stammenden Stufenpsalmen: i -2 visw 125 und 128.