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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

dazu zu liefern, damit die Judäer in dem Tempel für des Königsund seiner Kinder Leben beten mögen. Er soll sogar eine Strafe ver-hängt und einen Fluch ausgesprochen haben über denjenigen, dersich am Tempel vergreifen sollte. Tathncn habe darauf Darius'Befehl den Führern in Jerusalem mitgetheiltJ). Alles dieses hataber keinen thatsächlichen Grund.

t) Es ist sonderbar, wie selbst Kritiker die Echtheit der sg. Urkunde Esra 5,3gelten lassen konnten. Soll Darius wirklich eine Strafe gesetzt haben für den-jenigen, der seinen Befehl bezüglich des Tempels ändern würde jV. 6, 11) ?Oder soll er einen Fluch über denjenigen ausgesprochen haben, der sich amTempel vergreifen würde jV. 6, 12s? Soll Darius historische Freigebigkeit fürden Tempel idas. 89) historisch sein? Und aus welchem Beweggründe? Da-mit die Priester für das lange Leben des Königs und seiner Söhne opfern undbeten mögen idas. V. 10s ! Das Alles kann nur Tcndenzzusatz des Chronistensein. Außerdem sind noch andere Unzukömmlichkeiten in dieser Partie. DieUrkunde des Cyrus soll in Babel niedergclegt und dort auch gesucht wordensein, sei aber in Ekbatana entdeckt worden < 6 , 17; 6, 12s. Hat

denn Cyrus wirklich eine Urkunde für den Tempel ausgestellt und zugleich dasMaß für denselben bestimmt (nach 6, 34)? Außerdem ist in dieser Partienicht blos vom Tempel, sondern auch von Mauern die Rede 5, 3. 9).

Diese Mauern können sich nur auf die der Stadt beziehen tzvic 4, 12 fg., woauch dasselbe Verbum gebraucht wird zii-tz-nwi Das ist aber ein ganz

neues Moment, das gar nicht zum Tempelbau gehört. Noch auffallender zeigtsich die Unechtheit des ganzen Stückes im Schluß 6, 14: ... ibbr-i

Wie konnte Arthachschuischt (Artaxerxes auf den Tempcl-bau Einfluß üben? Nur deßwegen, weil der Redakteur im Folgenden )7, IS fg.)auch von Artaxerxes eine günstige Urkunde für die Judäer ausstellen läßt.Kurz sämmtliche chaldäische Urkunden in Esra sind durchaus unecht.Ueber die zweite und dritte Urkunde vergleiche weiter. Bon derselben Artist auch das als Urkunde ansgcgebcne Schreiben des Darius bei Jos. Altcr-thümer 11, 4, 9. Da die Samaritaner den Judäern immer noch Schadenzugcfügt und ganz besonders die von Darius befohlenen Beiträge für denTempel in Jerusalem nicht geleistet hätten, seien judäische Gesandte, Seru-babel, Ananja und Mardochai mit einer Beschwerde zu Darius gekommenund dieser habe ein Schreiben an an die Befehlshaber

der Samaritaner, an und L«/4,)-.»<<-, den Mitknechten in Sa-

maria, erlassen, den Bau des Tempels nicht zu hindern und aus dem könig-lichen Schatze Geld für Opfer in Jerusalem zu liefern. Diese sogenannteUrkunde kann Josephus nur Lr. ^.p. entlehnt haben, wie Alles aus derpersischen Zeit, das sich in den hebräischen Texten nicht findet. Man sichtdaraus, daß Urkunden in diplomatischer Form zu irgend einem Zwecke gemachtworden sind.