Der Prophet Zacharia.
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Jetzt aber hat Gott Zion wieder zu seinem Sitz erkoren, aber siesoll „die Stadt der Treue und Wahrheit" und der Tempelplatz,der „heilige Berg" genannt werden. Die Straßen Jerusalemswerden sich mit Greisen und spielenden Kindern füllen, „denn auchans dem Osten und Westen werden die Verbannten zurückkehren".Auch der Friede, welcher bisher vermißt wurde, werde einkehren,und seine Wirkung wird große Fruchtbarkeit sein. „So wie ihrzum .Fluche unter den Völkern wäret, so werdet ihr durch die HilfeGottes zum Segen werden". — „Aber das sind die Dinge, die ihrthun sollet: Einer soll zum Andern in Wahrheit sprechen, mitWahrheit und friedlichem Rechte sollet ihr in euren Städten richten,ihr sollet nicht in eurem Herzen Schlechtigkeit gegen den Bruderhegen, und nicht falsche Eide lieben; denn dieses Alles hasse ich".„Das ist Gottes Wort". „Die Fasttage werden zur Freude undzu Festtagen werden, wenn ihr Wahrheit und Frieden liebet. Dannwerden mächtige Völker Jhwh in Jerusalem aufsuchen und ihndort anbeten. Zehn Männer von allen Zungen der Völker werdenden Zipfel eines judäischen Mannes anfassen und sprechen: „„Wirwollen mit euch gehen, denn wir haben erfahren, daß Gott miteuch ist"". Zacharia gebrauchte diese Wendung, um die in derjungen Gemeinde vermißten Tugenden und besonders die Eintrachtihr an's Herz zu legen. Seine schwungvollen und eindringlichenprophetischen Reden haben eine gute Wirkung geübt und wiedereinen bessern Geist eingehaucht.
Der Bau des Tempels, welcher für die Gemeinde die wichtigsteAngelegenheit war, machte daher Fortschritte unter der Leitung derFührer und der Propheten. Er soll zwar abermals von einer Unter-brechung bedroht gewesen sein. Es wird erzählt: Der persische Statt-halter Tathnai und seine Mitbeamten hätten sich nach Jerusalembegeben und die Männer an der Spitze befragt, mit welchem Rechte undmit welcher Erlaubniß sie denn den Bau fortführten. Diese hättensich auf Cyrns berufen und auf eine von ihm dafür ausgestellteUrkunde verwiesen. Der Statthalter Tathnai hätte darauf anTurins darüber Bericht erstattet, dieser habe die Urkunde des Cyrnsin der medischen Hauptstadt Ekbatana (Achmata) gefunden und denBefehl ertheilt, den Bau keineswcges zu stören, vielmehr ihn zufördern, die Kosten desselben von den königlichen Einnahmen zubestreiten und noch dazu Opferthiere, Weizen, Salz, Wein und Oel
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