Der Hohepriester von Znchnria bevorzugt.
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in der Vorschau, daß die judüische Gemeinde nicht immer so winzigund armselig bleiben, vielmehr Zuwachs und Glanz durch die Teil-nahme der reichen Stammgenossen am Euphrat und durch den An-schluß der Heiden erhalten werde. — Ein Theil dieser Erwartungentraf nicht lange darauf ein; die in Babylonien zurückgebliebenenJndäer begannen ihre Theilnahme an dem Gemeinwesen in derHeimath durch reiche Spenden zu bethätigen. Drei Männer ausBabylonien: Chelem, Tobija und Jedaja, sandten durch eineneigenen Abgesandten Josija, Sohn Zcphanja's, Silber und Goldnach Jerusalems. Da empfing Zacharia den prophetischen Auf-trag, die Gold- und Silbersendung an sich zu nehmen und darauseine Krönet zu machen. Diese Krone sollte er dem HohenpriesterJesua ans das Haupt setzen, ihn zum gekrönten Führer desVolkes bestimmen und ihm bedeuten, daß er zu Großem berufensei. Er sollte ihn folgendermaßen anreden: „Sieh! der Mann, dessenName Zemach ist, wird von ihm aus aufsprießen, und er wirdden Tempel Gottes bauen. Er wird den Tempel bauen und Glanztragen, sitzen und herrschen auf seinem Thron und Priester aufseinem Thron sein. Und ein Rath des Friedens wird zwischenBeiden sein". Es war ein Ausspruch von nicht geringer Tragweite;er bestimmte die Zukunft. Zacharia fügte zum Schluß hinzu, daß
y Zacharia 6, 9—15 bildet augenscheinlich ein selbstständiges Stück, das mitdem vorigen nicht zusainmenhängt. Es kommt darin keine Vision vor und auchnicht der ^x:'e. Auch die Eingangsformel B. 9: <dx 'n
'rxr sticht gegen die Redeform in den voranfgchendcn Stücken ab. Von diesemEingang scheint das Datum dieser Rede zu fehlen, nämlich die Zeit zwischendem Ende des 2. und dem des 4. I. des Darms. — Nach Jerusalem gekommenwaren nicht sämmtlichc 4 anfgczühltcn Männer, sondern lediglich Einer, nämlichJosia b. Zcph., V. 10 lmn-o ».x» -.^x z- n^LX^ ^.x^i, haben llXXund Peschito den Sing. Elftere: ^xo^rox kx die andere: xnxn
z-o. Die drei zuerst genannten haben Silber und Gold gesendet und der vierteJos. hat es nach Jerusalem gebracht; demgemäß muß auch V. 14 berichtigt wer-den, der in seiner gegenwärtigen Fassung unverständlich ist: r-i-ni- rwnn^ zi-irih Theilt man diesen Vers ab und
ergänzt ihn, so erhält er einen guten Sinn: sn^-x^s zni-... nwnr-'.n Der Ausdruck will viel mehr sagen als
der Name dessen soll zum Andenken eingeschrieben werden; vergl. Nehcmia 2,20 b.
2) Das. Vers 11 kann nach Vers 14 nur eine einzige Krone
bedeuten, welche lediglich dem Hohenpriester Josua aufgesetzt werden soll; vergl.Monatsschrift das. S. 293, daß der Hohepriester damals zum Regenten de-signirt wurde, mit Ausschluß des Davidsjohnes Scrnbabel.
Graetz, Geschichte der Juden. II. 2. Hälfte.
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