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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Eroberung Babels.

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Heilte, seicht machen, und seine Krieger drangen in der Nacht durchdas Flnßbette in die Stadt, während die Bewohner an einem Festesorglos und sinnlos in Schwelgereien und Tänzen taumelten. EinTheil der Stadt war bereits von dem eindringenden Feinde einge-nommen und das Wehklagen der Ermordeten wurde von demFreudenrausch in dem anderen Theil derselben übcrtönt. Als derTag anbrach, war Babel von Feinden erfüllt und jeder Widerstandvergeblich. Nabonad ergab sich dem Sieger und überließ ihm Thronund Reich. So fiel das sündhafte Babel (August 539 ^) nachzweijährigem Kriege ganz so, wie die jndäischen Propheten voraus-verkündet hatten. Nur das grausige Strafgericht traf weder denKönig noch das Volk. Cyrus war ein milder Sieger. Aber dasscheußliche Götzenthum sank an demselben Tage. Die Gottesver-ehrung der siegenden Völker, der Perser und Meder, war im Ver-gleich zu jener der Babylonier lauter; sie hatten nur zwei oder dreiGötter, hatten einen Abscheu vor der Bilderverehrung der Baby-lonier-) und haben vielleicht deren Götzen zerstört.

Der Fall Babels hat die ganze judäische Gemeinde vom Götzen-dienst gründlich und für alle Zeiten geheilt. Hat sie doch miteigenen Augen gesehen, wie die noch Tages vorher hochverehrtenGötter in den Staub sanken, wie Bel hinknicte, Nebo sich krümmteund Merodach sank?). Babels Sturz hat die Umwandlung desjndäischen Volksstammes vollendet; sein Herz von Stein wurdeerweicht. Alle, Alle hingen seit der Zeit dem Gotte ihrer ursprüng-lichen Lehre an, auch die weltlich Gesinnten und die Sünder.Haben sie doch erfahren, wie sein Wort, durch den Mund der Pro-pheten gesprochen, sich treu bewährt hat. Die Dulder, die Trau-ernden um Zion, waren für diese nicht mehr Gegenstand des Hassesund der Verachtung, wurden vielmehr von ihnen mit Ehrfurcht be-handelt und an die Spitze der Gemeinde gestellt.

Die Frommen oder Nationalgesinnten waren sofort nach derEroberung Babyloniens thätig, auch die Verheißung der Prophetenvon der Erlösung und Heimkehr zu verwirklichen. Cyrus hattesich in den Besitz des Thrones und des Palastes gesetzt; er ließsich als König von Babylonien huldigen und als Nachfolger der

y lieber das Datum s. M. v. Nicbuhr, Assur und Babel, S. 229.

2) Hcrodot 1, 131.

3) Jesaia 46, 1; Jcremia 50, 2.