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Geschichte der Juden.
höhnt*). Selbst dem Martcrtod wurden Einige ausgesetzt2), wahr-scheinlich die Eifrigsten, welche sich nicht scheuten, von der nahenErlösung durch Cyrus öffentlich zu sprechen. Der Enkel des Hohen-priesters Seraja, welcher von Nebukadnezar war hingerichtet worden(Ila. S. 401), scheint ebenfalls dem Tode und zwar dem Feuertodegeweiht worden zu sein3). Da die Verfolgten dem Kreise derDulder angehörten, so erduldeten sie die vielfachen Leiden mit Stand-haftigkeit und bestanden die Prüfung des Märtyrerthums.
Ein zeitgenössischer Prophet, welcher diese Verfolgung mit er-lebte oder vielleicht selbst davon betroffen wurde, schilderte sie mitwenigen, aber Schmerz erregenden Zügen. Indem er die Dulderfür den Kern des Volkes ansah, spricht er von ihren Qualen, alswenn sie das ganze Volk erduldet hätte:
„Verachtet und verlassen unter den Menschen„Ein Dulder der Schmerzen und vertraut mit Leiden
„Wurde es gepeinigt, obwohl unterwürfig,
„Und öffnete seinen Mund nicht.
„Wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt,
„Und wie ein Schaaf vor den Scheerern verstummt,„Ocffnete es seinen Mund nicht.
„Durch Kerkerhaft und Gericht wird es hingerafft,
„Und sein Umherirren, wer kann es erzählen?
„Denn cs wurde aus dem Lande der Lebendigen gerissen.
„Man bestimmte bei Frevlern sein Grab
„Obwohl es nicht Unrecht übte,
„Und kein Trug in seinem Munde ist^)."
„Sie sprachen zu dir „bücke dich"
„„Wir wollen über dich hinwcgschreiten!
„Da machtest du wie die Erde deinen Leib„Und Wie eine Straße für die Vorübergehenden s)."
-) Das. 50, 6; 21, 10.
2) Folgt aus Jes. 53, 7 fg. und Ps. 102, 21: — I'wx np:x,
vergl. darüber weiter unten.
2) Folgt aus Zacharia 3, 1—2. Jcsua wird WX '2 vix genannt.Jesaia 53, 3 fg. V. 8 muß statt des unverständlichen ivwnxi gelesenwerden ivin nxi von "i',i oder „umherirren".
-h Das. 51, 23 b.