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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

scheint damit doch noch nicht gelöst. Warum leidet Hiob unver-schuldet, und so Viele, Viele mit ihm?

Die Beantwortung dieser beklemmenden Frage hat der Dichterschon im Eingänge nahe gelegt, daß die Leiden nur zur Prüf-ung aufgelegt worden seien, ob der Fromme, arm und ver-lassen und selbst von körperlichen Schmerzen gepeinigt, in seinerGerechtigkeit und Frömmigkeit verharren werde. Diese Prüfung hatHiob bestanden.Sollen wir denn nur das Gute von Gott hin-nehmen und nicht auch das Böse"? hat er seiner Frau erwidert,die ihn zur Lästerung Gottes hinreißcn wollte.Bis ich vergehe,werde ich meine Frömmigkeit nicht aufgeben," hat Hiob im Ver-laufe der Zwiegespräche geäußert'). Hiob hat nur den Grund derLeiden der Gerechten auf der einen Seite und des Wohlergehensder Frevler auf der andern Seite ergründen wollen; aber dasWarum zu erforschen, vermochte weder er, noch die ältern Freunde,noch Elihu, das ist Gottes tiefverborgene Weisheit. Und als ihmdas klar vor Augen gelegt wurde, hat Hiob in Demuth seine inUnmuth aufgeworfenen Fragen bereut. Er hatte also die Probe,welche ihm in Folge des Zweifels des Anklägers aufgelegt wurde,voll bestanden. Darum hat ihn Gott noch zuletzt belohnt wiedas Nachwort erzählt er hat ihm den Verlust doppelt ersetzt,und Hiob starb alt und satt an Tagen. So hat der Dichter mitseiner Kunstschöpfung seine Aufgabe gelöst. Er hat die Zweifelbeschwichtigt,er hat viele belehrt, schlaffe Hände gestärkt, Strau-chelnde haben seine Worte aufgerichtet und wankende Knie aufrechterhalten" 2 ). Er hat in einem künstlerisch ausgearbeiteten Schrift-werke die erste Religionsphilosophie aufgestellt, und damit hat erdie Zweifel, welche das menschliche Herz zu allen Zeiten beunruhigenund quälen, wenn auch nicht gelöst, so doch als unberechtigt abge-wiesen.

1) Das. 27, 5 fa.

2) Das. 4, 3-4.