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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Das Buch Hiob.

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Umherirren ohne Fraß?

Kennst du die Geburtszeit der Felsblöckc,Der Gazelle Wehen beobachten,

Zählen die Monde ihrer TrächtigkeitUnd kennst die Zeit ihres Gebärens?

Gabst du dein Rosse Muth,

Hast du seinen Hals mit der Mähne bekleidet?

Schwingt sich durch deine Weisheit der Geier auf,

Breitet seine Flügel nach Süden aus?

Oder erhebt sich der Adler nach deinem BefehleUnd legt sein Nest hoch an?

Auf Fels weilt und wohnt er,

Auf einer Felsbank und Spitze!

Von dort erspäht er die Beute,

In die Weite blicken seine Augen.

Seine Jungen lecken Blut,

Und wo Leichen sind, ist auch er"y.

Ueberwältigt von dieser langen Reihe von Fragen, die sämmt-lich des Weltordners Fürsorge und Güte bekunden, antwortet Hiob:Ja, ich bin zu geringe, was soll ich erwidern? Ich verstumme.Einmal habe ich gesprochen und will nicht widerholen, und zweimalund will's nicht mehr" 2). Um den Eindruck noch mehr zu verstärken,läßt der Dichter die Schilderung der beiden Wunderthiere Aegyp-tens, des Nilrosses (Usbsmot) und des Krokodils (Usviutllau), ihreKraft und den Bau ihrer Glieder vor die Seele führen. Dadurchwird Hiob vollends zum Bekenntniß seiner Unwissenheit geführt:Ich weiß, daß du alles vermagst und nichts ist dir verwehrt. Ichgestehe, daß ich nichts begreife. Es ist mir zu wunderbar, und ichweiß es nicht. Ich habe bisher nur von dir gehört, nun habe ichdich selbst gesehen. Darum schweige ich, und bereue in Staub undAsches. Die Wunder der Natur, welche der Dichter eben so schönwie erhaben darzustellen wußte, die zugleich eine höhere Ordnungund Leitung bekunden, müssen dem denkenden Menschen das Be-kenntniß seiner Ohnmacht, wie seiner Unwissenheit abringen. DerDulder erkennt selbst, daß Ungerechtigkeit und Willkür nicht auf derErdenwelt herrschen können. Aber das Haupträthsel des Lebens

y Hiob 38, 1 fg.2) Das. 40, 3-4.2) Das. 42, 3.