Das Buch Hiob.
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einer eigenen Sprache, als Warnung im Traun: und als Prüfungdurch Krankheit i). Leiden treffen den Menschen, so führt Elihu weiteraus, nicht als Folgen der Sünden, sondern als Warnungs-zeichen, sich der Sünde nicht zu überlassen, durch Fülle und Reich-thum nicht dazu verführt zu werden.
„Er erlöst den Dulder durch seine Leiden
„Und öffnet durch Drangsal das Ohr.
„Er prüfte dich, daß dich die Fülle nicht verführe,
„Und die Menge Sühnegeldes dich nicht verleite.
„Hüte dich, daß du dich nicht dem Unrecht zuwendest.
„Denn deswegen bist du durch Elend geprüft worden"^.
Diese Anschauung, daß die Leiden ein Erziehungsmittel bilden,beruhigt jedenfalls besser das zweifelnde Gemüth als die alte Ver-geltungslehre. Der Dichter läßt durch Elihu den Beweis führen,daß Hiob's absprechendes Urtheil über Gottes Gerechtigkeit unüber-legt sei. Verführe Gott mit Willkür, dann könne die Ordnung derWelt nicht einen Augenblick bestehen, und würde in das Chaos zu-rückfallen :
„Männer von Einsicht, hört mir zu!
„Unwürdig ist Gottes das Unrecht,
„Sondern er zahlt dem Menschen nach seinem Thun„Und läßt ihn nach seinem Wandel finden.
„Auch in Wahrheit kann Gott nicht ungerecht handeln,
„Und der Mächtige nicht das Recht beugen.
„Wer hat ihm die Erde anvertraut?
„Und wer den ganzen Weltkreis gemacht?
„Wenn Er feinen Sinn darauf richtete,
„Seinen Hauch und seine Seele für sich zurückzöge,
„So würde alle Crcatnr vergehen,
„Und der Mensch in den Staub zurückkchrcu"»).
Seiner Rolle gewiß, läßt der Dichter den Jüngling Elihujugendlich übersprudeln. Er kann seine Gedanken nicht ordnen,knüpft bald hier, bald dort an und springt von einem zum andern.Zuletzt läßt er ihn die Wunder in der Natur schildern, worin sich
tz Das. 33, 14 fg. V. 23 fg. nach UXX, die hier einen anderen undbesseren Text voraussetzen lassen.
2) Dieser Gedanke ist in 36, 9 fg. ausgcdrückt und nur durch Textcorruptionöfter verdunkelt.
»1 Das. 34, 10 fg.
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