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Geschichte der Juden.
Glücks in Fülle genießen werde'). Sie dichteten Lehrpsalmen,welche für die damalige Lage berechnet waren.
„Erhitze dich nicht ob der Missethätcr,
„Sei nicht eifersüchtig ans die Frevler.
„Denn wie Gras werden sie schnell geknickt,
„Und wie grünes Kraut verwelken sie.
„Vertraue auf Jhwh und thue Gutes,
„So wirst du das Land <wicder) bewohnen.
„Wenn du dich in Gott erfreuest,
„So wird er dir deines Herzens Wünsche gewähren.
„Die Dulder werden das Land in Besitz nehmen„Und ewig darin weilen.
„Der Mund des Gerechten äußert Weisheit,„Seine Zunge redet Recht,
„Gottes Lehre ist in seinem Herzen;
„Darum wanken seine Schritte nicht.
„Es lauert der Frevler dem Gerechten ans„Und sucht ihn zu tödtcn.
„Gott wird ihn aber nicht überlassen seiner Hand„Und nicht verdammen, wenn er zu Gericht geht.
„Bewahre Einfalt und hüte Redlichkeit;
„Denn Nachkommenschaft bleibt dem Mann des Friedens2).
Dieser Psalmist und andere hatten ihre Denksprüche an dieeigenen Gesinnungsgenossen gerichtet, um sie von der Nachahmungdes bösen Beispiels fernzuhaltcn. Ein anderer Dichter wendete sichaber an diejenigen Kreise, welche den Weltlichen nahstanden, be-sonders an die verführbare Jugend, die sich vom Reize der Sündelocken ließ. Er sprach nicht eigene Gedanken aus, sondern ließ dieWeisheit reden und auseinandersetzen, daß die Frevelthat sich indie eigenen Schlingen verwickelte und zu Fall komme, daß sie ge-radezu eine Thorheit und Verblendung sei, weil sie denen, welchesie üben, Schaden bringe. Der namenlose Dichter sammelte dieWeisheitssprüche aus alter Zeit, die bereits in Chiskija's Zeit zu-sammengestellt waren jlla, S. 265), und fügte ein Vorwort hinzu,welches die Zustände seiner Zeit deutlich abspiegelt3). Nicht ansder israelitischen Vorzeit entlehnte er seine Belehrungen, sondern
p Ps. 34, 73, wahrscheinlich auch Ps. 77, 112.
2) Ps. 37, vergl. darüber Note 10.
3) Die ersten zehn Kap. der Sprüche. S. Note 10.