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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Die Trauernden um Zion.

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werk vollzogen, in Babylonien hat es das Schriftthum vollbracht,es hat die Begeisterung für die ureigene Lehre entzündet. DieZahl der Treuen oder derEifrigen für Gottes Wort" oderderGottsuchenden" mehrte sich. Den Kern derselben bildetenselbstverständlich die Dulders. Sie trauerten um den UntergangJerusalems und der ehemaligen Herrlichkeit, deren glänzendesBild ihnen aus dem Schriftthum herausstrahlte. Sie gingen ge-brochenen Herzens und demüthigen Geistes, wahrscheinlich auch mitäußerlichen Trauerzeichen umher und nannten sich dieTrauerndenum Zion"). Zu diesen gesellten sich auch Personen aus vor-nehmen Geschlechtern, welche an dem babylonischen Hof ein Amtoder eine Würde hatten^). Ihr Gemüth war von Jerusalem erfüllt.Sie liebten die Steine der heiligen Stadt und sehnten sich nachihren in Staub liegenden Trümmern 5). Jener Levite, welcher imNamen seiner Genossen die Erinnerung an Jerusalem so poetischverklärt hat, giebt die Stimmung dieser Trauernden um Zion voll-tönend wieder'

An den Kanälen Babels, da saßen wir und weinten,

Als wir Zions gedachten,

An die Weiden in ihrer Mitte hängtcn wir unsere Harfen auf,

Denn dort verlangten von uns unsere Sieger Gesangsweisen

Und unsere Plünderer Lieder der Freude.

Singet uns doch von den Liedern Zions""!

Wie sollten wir Gottes Lieder im fremden Lande singen?

Wenn ich dein vergäße, Jerusalem, so welke meine Rechte ab,

Es klebe meine Zunge am Gaumen,

Wenn ich dein nicht gedenke,

Wenn ich Jerusalem nicht erhebe auf den Gipfel meiner Freuden").

y Jesaia 66, 2. 5. Ps. 34, 11; 24, 6. Vgl. Esra 10, 3.

2, Ps. 37, 11, 29. S. Note 10.

3> Jesaia 61, 3; 66, 10. Ps. 69, 11. Dieser Ps. ist unstreitig exilisch, wieB. 3637 deutlich angeben.

4) Jesaia S6, 4.

-) Ps. 102, 1415.

6) Ps. 137. Es ist sonderbar, daß die Ausleger sich durchaus darauf capri-ciren, diesen Psalm in die Zeit nach der Rückkehr zu setzen, obwohl der Tondurchweg eine düstere Stimmung verräth. Man vgl. dagegen den nachexilischenPs. 126; die Verwünschung gegen Babel setzt entschieden den intakten Bestanddes babylonischen Reiches voraus. Die Ausdrücke ni-'a-'w'' "sNiW nx undX: nx erinnern an Jeremia SO, 51: ni-rn inn?

vnnnh l-n., das unstreitig der Exilszeit angehört.

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