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Geschichte der Juden.
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„Er leitet die Dulder mit Gerechtigkeit.
„Alle Wege des Herrn sind Gnade und Treue
„Für die, die da bewahren seinen Bund und seine Warnung.
„Um deines Namens willen wirst du meine Sünde verzeihen,
„Wenn sie auch groß ist"y.
Ein anderer Sänger, dessen Vergangenheit rein war, und der dieHoffnung hegte, der Gnade Gottes und der Freude seines Volkesbei dessen Erlösung theilhaftig zu werden, führte in einem Psalmdem Volke dessen Sünden und Halsstarrigkeit einerseits und GottesGnadenwaltung andererseits in epischer Erzählung vom Urbeginn desVolkes bis zur Verbannung in übersichtlicher Kürze vor. Der Psalmvergegenwärtigt die Verblendung des Volkes in Aegypten, seinen Un-glauben am Schilfmeer, seinen Rückfall in der Wüste und hebt be-sonders seinen Ungehorsam hervor, wie es beim Einzug in Kanaansich mit fremden Völkern vermischt, dadurch Götzendienst getrieben undsogar Menschenopfer gebracht und darum von Gott verworfen worden.Er schöpfte aus der Thatsache, daß Gott ungeachtet der Unwürdigkeitdes Volkes seines Bundes nicht vergessen, es mit seiner Gnadegeleitet und für dasselbe das Erbarmen seiner Herren in der Ver-bannung rege gemacht, die Zuversicht für die Zukunft des Volkes.Der Sänger bittet zum Schluß -
„Hilf uns, Jhwh, unser Gott,
„Und sammle uns von den Völkern,
„Damit wir deinen heiligen Namen preisen„Und uns deines Lobes rühmen können" 2p
Wie nach dem Auszuge aus Aegypten, während der Wüstenwanderungdas jüngere Geschlecht zum Gottvcrtrauen und zum Eifer für dasausgesteckte Ziel herangebildet wurde, so wurde auch während desbabylonischen Exils die Jugend für die Sinnesänderung erweckt^.Damals hat die großartige Persönlichkeit Mose's das Erziehungs-
y Ps. 2S. Daß dieser Psalm exilisch ist, kann keinem Zweifel unterliegen,die Zeitlage ist deutlich durch V. 13 Vgl. Note 10.
2) Ps. 106. Der exilische Charakter dieses Psalms ist unzweifelhaft. Vergl.o. S- 3 Anmerk. 1.
b) Es folgt daraus, daß zwei der Führer, welche beim Auszug aus Babelan der Spitze der Rückkehrenden standen, in diesem Lande geboren wurden, sogewiß Serubabel, der Enkel Jechanja's, ferner der junge Hohepriester Jesna,dessen Vater Jozadak nach Chronik 5, 41 in's Exil geführt wurde. Dem jüngernGeschlechts gehörten wohl auch die übrigen zehn Führer an.