Die Buß-Psalmen.
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„Entsühne mich mit Mop, daß ich rein sei,„Wasche mich, daß ich weißer werde denn Schnee.
„Birg dein Antlitz vor meiner Schuld,
„Und alle meine Misscthatcn lösche aus,
„Ein reines Herz schaffe mir, o Gott,
„Und meinen festen Geist erneure in meinem Innern.„Verwirf mich nicht vor deiner Gegenwart„Und deinen heiligen Geist entzieh' mir nicht.
„So will ich Abtrünnige deine Wege lehren,„Daß Sünder zu dir znrückkehren.
„Herr, öffne meine Lippen,
„Daß mein Mund dein Lob verkünde,
„Denn verlangtest du Opfer,
„So würde ich sic geben
„An Brandopfern hast du keinen Gefallen,
„Opfer für Gott ist ein zerknirschtes Gemüth,
„Ein zerknirschtes und gebeugtes Herz verachtest du, o Gott, nicht" h.
Aehnlich flehte ein anderer Psalmist, der in der Jugend seinen:Gott abtrünnig war und nun seine ganze Seligkeit in ihm fand.„Zu dir, Jhwh, erhebe ich meine Seele,
„Thne mir deine Wege kund,„Lehre mich deine Pfade.
„Gedenke deiner Barmherzigkeit und deiner Gnade,
„Die von Ewigkeit her sind,
„Der Sünden meiner Jugend und meiner Schuld gedenke nicht,
„Nach deiner Gnade gedenke meiner„Um deines Namens Willen.
„Gut und gerecht ist der Herr,
„Darum weist er den Sündern den Weg.
r) Ps. 51. Die meisten Ausleger halten mit Recht diesen Ps. als exilischdurch die Anklänge an Deutero-Jsaia nin V. 13 mit Jesaia 63,1 und
-mw- mit Jesaia 61,1. Für nachexilische Zustände ist keine Andeutung darin.Unverkennbar ist der Psalm individuell gehalten und hat keine Spur von allge-meinem synagogalen Charakter. Der Psalmist bereut seine eigene Sündhaftig-keit, die aber nur gegen Gott allein gerichtet war, nicht gegen Menschen, B. 6,d. h. nur in götzendienerischer Verkehrtheit bestand. Falsch daher Ewald's Auf-fassung, daß der Psalmist Mord auf dem Gewissen gehabt habe; dafür würdedie Reinigung mit Mop V. 9 wahrlich nicht genügen.
Graetz, Geschichte der Juden. II. 2. Hälfte.
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