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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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8 Geschichte der Juden.

mit Härte sie behandelt und mit Quälerei . . . Ist es zu wenig,daß ihr die beste Weide euch aneignet, so tretet ihr noch die übrigeWeide mit euren Füßen, zu wenig, daß ihr das klarste Wassertrinket, so verschlemmt ihr noch den Rest mit euren Füßen? Sollmeine Heerde das von euren Füßen Zertretene weiden und dasvon euren Füßen Verschlemmte trinken? Aber ich werde richtenzwischen den feisten und den magern Schafen, weil ihr mit derSeite und mit der Schulter die Schwachen verdrängt und mit eurenHörnern sie stoßet, bis ihr sie nach Außen hin zerstreut habt*)".

Ezechiel hatte aber auch nach einer anderen Seite hin den ver-kehrten Anschauungen entgegenzutreten. Er, wie die übrigen Pro-pheten, hatte mit aller Bestimmtheit verkündet, daß das judäischeVolk in seine Heimath zurückkehren, aber auch eine Sinnes-änderung an sich vollziehen werde.Ich werde euch sammeln ausallen Ländern, euch in euer Vaterland zurückführen, ich werdereines Wasser über euch sprengen und euch von aller eurer Unrein-heit und euren (götzendienerischen) Gräueln reinigen, werde einreines Herz und einen reinen Geist in euer Inneres geben, euerHerz von Stein entfernen und euch ein Herz von Fleisch geben.Meinen Geist werde ich in eure Mitte geben und werde veran-stalten, daß ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Vor-schriften beobachtet . . . Und das verödete Land wird wie einGarten Eden werden und die zerstörten Städte werden befestigt undbevölkert sein" 2). Es gab aber nicht wenige unter den Verbannten,welche durch die gehäuften Unglücksschläge an der Wiedergeburtdes Volkes verzweifelten, sich selbst aufgaben und die Hoffnungauf dereinstige Rückkehr für einen Traum hielten. Sie sprachen:Vertrocknet sind unsere Gebeine und geschwunden unsere Hoffnung,wir sind vernichtet^)." Das Schlimmste aller Uebcl ist, wenn einVolk an sich selbst verzweifelt und jede Hoffnung fahren läßt.Diese trübsinnige Anschauung aus dem Herzen zu bannen, betrachtetEzechiel als eine höchst wichtige Aufgabe. In einem schönen Gleich-niß führte er die erhoffte Wiedergeburt vor Augen. In einem Thale,verkündete er, habe er viele, viele Gebeine gesehen, die sehr trockenwaren. Eine Stimme habe ihn gefragt:Können diese Gebeine

tz Das. Kap. 34, V. 3 muß statt gelesen werden ubnn I^XX ^«1«.

2 > Das. 36, 24 fg.

s> Das. 37, 11.