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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 2 (1876) Vom babylonischen Exile (586) bis zum Tode des Juda Makkabi (160)
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Geschichte der Juden.

(Ilssob tzaluta). Wer weiß, ob Ewil-Merodach nicht dahin gebrachtworden wäre, die Verbannten wieder in ihre Heimath zu entlassenund Jojachin wieder zum König über Inda einzusetzen, hätte ihnnicht der Tod ereilt. Nach zweijähriger Regierung brachte ihn seinSchwestermann, Neriglissar um (560) und regierte an seinerStelle drei Jahre und einige Monate (5595561). Der Traum,den einige babylonische Judäer von der Rückkehr gehegt habenmögen, war damit zerronnen. Bald sollten sie das herbe Loos derGefangenschaft kennen lernen.

Die eine der vielfachen Prophezeiungen, welche von Jesaia bisJeremia und Ezechiel so oft wiederholt wurden, daß vom ganzenVolke nur ein kleiner Rest übrig bleiben werde, war in Erfüllunggegangen. Wenig genug war das Ueberbleibsel. Von den Vier-Millionen Seelen, welche die Bevölkerung der Stämme zur ZeitDavid's ungefähr zählte, wovon auf die Stämme Juda, Benjamin die Leviten nicht mitgerechnet ungefähr eine Million kam,vielfach wohl in den vier Jahrhunderten vermehrt, hatte sichihre Zahl auf etwa Hunderttausende vermindert^). Millionen warenalso durch Schwert, Hunger und Pest umgekommen oder durch Ge-fangenschaft in fremden Ländern verschollen und verloren. Mehrals ein Jahrhundert vorher hatte Jesaia es verkündet:Wenn deinVolk auch so zahlreich wie Sand am Meere sein wird, so wirddoch nur ein Ueberrest Zurückbleiben." Auch die ProphezeiungMicha's II. hatte sich erfüllt:Du wirst bis Babel kommen, dortwirst du gerettet Werdens." Aber die andere Seite der Voraus-verkündigung der Propheten hatte sich noch nicht bewährt. Dergroße Theil der judäischen Verbannten, besonders die vornehmenGeschlechter, ungebessert durch die zermalmenden Schläge, welche dieNation und das Vaterland getroffen hatten, verharrte in seinerHalsstarrigkeit, in seiner Herzenshärtigkeit, Verkehrtheit und inseinem Wahn. Den Götzendienst, an den sie in der Heimath ge-wöhnt waren, setzten sie in Babylonien fort. Wie schwer war es,den götzendienerischen Wahn aus dem Herzen des Volkes zu bannen!Tic Familienhäupter oder Aeltesten, welche eine Art Herrschaftüber die Glieder beanspruchten, fuhren fort in der Fremde, wie in

p Nach dem Ptolemäischen Kanon.

-) Ueber die Zahl der Exulanten s. Note 9.

-h S. B. II. 1. Hälfte. S. 245.