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Unpartheilichkeit allgemein gelobt. Und in der Thatlobt und tadelt der Verfasser mit einem höchst son-derbaren Anschein von alberner Aufrichtigkeit. DasWerk ist wirklich einer der nicht ungewöhnlichen Be-weise, unter denen sich Boswcll's „Johnson" ammeisten auSzeichnct, daß ein sehr einfacher Mann einsehr schätzbares Buch zu schreiben im Stande ist.Der Biograph Nicnzi's scheint mehr der Biographvon Nicnzi's Kleidern, so genau beschreibt er alleDetails der Farbe und Beschaffenheit — so tiefschweigt er über Alles, was ein Licht auf die Be-weggründe Dessen, der sie trug, weifen könnte. Wennman auch in der That dem Verfasser alles Streben,unparteiisch zu sein, zugesteht, er ist zu thöricht dazu.Es gehört einige Geschicklichkeit dazu, um eine» sehrausgezeichneten Mann in sehr schwierigen Lagen rich-tig zu beurtheilen, und der würdige Biograph istnichts weniger als im Stande, uns einen Schlüsselzu den Handlungen Rienzi's zu geben — gänzlichunfähig, uns die Handlungsweise des Mannes durchdie Zeitverhältniffe zu erklären. Sein schwaches Ge-sicht macht ihn daher oft schielen. Neben diesemMangel an Verstand müssen wir auch noch denan Wahrheitsliebe tadeln, den jedoch seine herodot-ähnliche Einfachheit seines Styles häufig verbirgt.Er beschreibt Dinge, welche keine Zeugen hatten,ebenso genau und bestimmt, wie solche, die er selbstgesehen. Zum Beispiel — vor dem Tode Rienzi's,in diesen schauerliche» Augenblicken, wo der Senatorallein war, von Niemand gesehen oder gehört wurde.