Einige Bemerkungen üb crdaSLcben und dcnCharaktcrRicnzi'S.
Die Hauptautorität, aus welcher Geschichtsschreiberihren Bericht über das Leben und die Zeiten Nienzi'Sgeschöpft haben, ist eine sehr merkwürdige Biogra-phie von einem nicht bekannten Zeitgenossen; dieselbe,geschrieben in dem römischen PatoiS jener Zeit, wurdedem französischen und englischen Leser einigermaßen1 durch das Werk des Peter di Cerccau, „Verschwö-rung des Nicolaus Gabrini, genannt von Nienzi"betitelt, der den römischen Biographen zugleich aus-^ gebeutet und entstellt hat. Die Biographie, von^ welcher ich gesprochen, wurde, nachdem die Jrrthnmer^ der früheren Ausgabe verbessert waren, von Mura-
^ - tori in seiner großen Sammlung veröffentlicht; neuer-lich wurde sie in veredeltem Texte besonders gedruckt,
> versehen mit Anmerkungen von reifem Urtheil und
! gelehrtem Geschmackc nebst einem Kommentar zu dem
berühmten Gedichte Petrarka's „Lpirto Keiitil," das^ die Mehrzahl der italienischen Kritiker, trotz der
scharfsinnigen Beweise für das Gegentheil von demj Abbe de Sade, einstimmig als an Nienzi gerichtet
i betrachtet.
Diese Biographie wurde wegen ihrer seltenenBulwer, Rienzi. H. 27