Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
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beinahe unverändert die ungewöhnliche Schönheit inGestalt und Gesichtszügen, wegen deren er in seinerJugend berühmt gewesen war. Aber cs war nichtmehr jener Charakter von Schönheit, wie wir ihnbei seinem ersten Auftreten dem Leser geschildert ha-ben. Es war nicht mehr die beinahe weibliche Zart-heit in Zügen und Gesichtsfarbe, oder die vornehmeFeinheit und die anmnthige Lieblichkeit des Beneh-mens, die Walter von Montreal ausgezeichnet hatten;ein wechselvolles KricgSlcben hatten endlich das Sei-Uige gethan. Sein Benehme» war jetzt kurz undgebieterisch, wie das eines Mannes, der gewohnt ist,wilde Geister zu lenken, und er hatte die Anmuthder Ucberrcdungsgabe mit der Strenge des Befehlesvertauscht. Seine athletische Gestalt war magererund sehniger geworden, und statt von schönen, dichtenLocken beschattet, war seine Stirne, obwohl nur leichtgefurcht, doch an den Schläfen vollkommen kahl;durch ihre ungewöhnliche Höhe wurde die Würde undMännlichkeit seiner Gestalt »och vermehrt. Seineblühende Gesichtsfarbe war weniger in Folge äußererEinwirkung, als inneren Nachdenkens einer gleich-förmigen bräunlichen Bläffe gewichen, und seine Zügeerschienen markirtcr und ausgezeichneter, seit dasFleisch der früher vollen Wangen etwas eingefallen war.Doch Paßte diese Veränderung zu dem Wechsel derZeit und der Umstände; und wenn der Provenzalejetzt der Vorstellung von einem tapferen, schönen,irrenden Ritter weniger entsprach, so glich er um somehr Dem, was der irrende Ritter geworden war

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