Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
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324
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— dem scharfsinnigen Nathgeber und dem mächtigenHeerführer.

„Ihr müßt wissen," sagte Montreal in einemGespräche fortfahrend, das auf seine Gesellschaftereinen großen Eindruck gemacht zu haben schien, „daßin diesem Kampfe zwischen Euch und dem Senatorich allein das Gleichgewicht halte. Rienzi ist gänz-lich in meiner Macht — meine Brüder sind die An-führer seines Heeres; ich selbst bin sein Gläubiger.Bei uns steht cS, ihn auf dem Throne sicher zustellen oder ihn auf das Schaffst zu schicken. Ichdarf nur den Befehl geben, und die große Com-pagnie zieht in Rom ein; aber auch ohne ihr Mit-wirken kan», wenn Ihr mir Treue haltet, unser Zweckerreicht werden."

„Aber mittlerweile wird Palcstrina von Euer»Brüdern belagert!" sagte Stephanello spitzig.

„Sie haben meine Befehle, ihre Zeit vor dessenMauern zu vergeuden. Seht Ihr nicht, daß geradedurch diese, wenn ich will, fruchtlose BelagerungRienzi seinen Ruhm im Buslande, seine Beliebtheit-ei dem Volke in Rom verliert?"

„Herr Ritter," sagte Luca di Savclli, „Ihrsprecht wie ein in der tiefen Politik der Zeiten wohlbewanderter Mann, denn bei all den uns bedrohen-den Umständen erscheint uns Euer Vorschlag nur pas-send und vernünftig. Auf der einen Seite verbürgtIhr Euch, uns und die übrigen Barone in Romwieder einzusetzen und Rienzi auf die Löwentreppe zuliefern — —"