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Fünftes Kapitel.
Der überlistete Betrüger.
Als Rienzi am folgenden Morgen in das Zimmerherabkam, wo seine Hauptleute ihn erwarteten, be-merkte sein scharfes Auge, daß immer noch eineWolke über der Stirne des Messere Brettone schwebe.Arimbaldo, durch eineFenstcrverticfung geschützt, entgingseinem Blicke.
„Ein schöner Morgen, meine Herren," sagteRienzi, „die Sonne lacht auf unser Unternehmenherab. Ich erhielt schon frühe Botschaft aus Rom— vor Mittag werden neue Truppen zu uns stoßen."
„Es freut mich, Senator," antwortete Brettone,„daß Ihr Nachrichten habt, welche die schlimmen,die ich Euch zu melden habe, anfwiegen werden. DieSoldaten murren laut — man schuldet ihnen ihrenSold; und ich fürchte, sie werden ohne Geld nichtauf Palestrina marschiren."
„Wie sie wollen," versetzte Rienzi gleichgültig.„Erst vor wenigen Tagen kamen sie nach Rom; Solderhielten sie im Voraus — wenn sie mehr verlangen,mögen die Colonna und Orsini mich übcrbieten.Zieht ab mit Euer» Krieger», Herr Ritter, undlebet wohl."
Brettone verlor seine Fassung — es war seineAbsicht, Rienzi mehr und mehr in seine Gewalt zubekommen, und er wollte ihn die Kraft nicht gewin-nen lassen, die ihm aus dem Falle von Palestrina