Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
300
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so»

„Das that er!" sagte der trotzige Orsini und tratdrohend Adrian näher, während der gemeine FeiglingSavelli ihn vergebens am Mantel zurückzuhalten ver-suchte, „das that er! und wärest Du nicht zugegen,Stephane»» — —"

„Memme und Prahler!" unterbrach ihn Adrian,vor Wuth und Scham ganz außer sich, und warfseinen Handschuh dem ihm näher tretenden Orsini ge-rade ins Angesicht; „willst Du einem Manne drohen,der in allen Schranken Europa'S und gegen die tapfersteRitterschaft des Nordens die Ehre Noms behauptete,welche Deine Thate» nur verunglimpften? Bei diesemPfände, ich speie Dich an und verachte Dich! MitLanze und mit Schwert, zu Pferde und zu Fuß, be-haupte ich gegen Dich und Dein ganzes Geschlecht,daß Du kein Ritter bist, der Du einen friedlichen undunbewaffneten Herold in Deiner Feste so mißhandel-test. Ja, gerade hier, auf dem Platze Deiner Schande,fordere ich Dich zum Kampfe!"

„In den Hof hinunter ! Folge mir," sagte Orsiniboshaft und schritt gegen die Schwelle. „Heda, holla!meinen Helm und Brustharnisch!"

„Haltet, edler Orsini," sagte Stephanello. „DieDir zugefngte Beleidigung ist meine Sache, mein wardie That, und gegen mich spricht dieser entarteteSprößling unseres Stammes. Adrian di Eastello —einst Eolonna genannt — gebt Euer Schwert ab;Ihr seid mein Gefangener!"

„O!" sagte Adrian zähneknirschend, „daß daS Blutmeiner Ahnen nicht in Deinen Adern flöße — sonst